Landesverband Hessen e.V. des Deutschen Journalisten-Verbandes

 

 


Warnstreik bei der Oberhessischen Presse in Marburg

MARBURG, 25.09.2013 Redakteure der Oberhessischen Presse folgten am Mittwoch, 25. September 2013, dem Aufruf der Gewerkschaften DJV und ver.di zum Warnstreik. Etwa 20 Redakteurinnen und Redakteure versammelten sich ab 14.30 Uhr vor dem Verlagsgebäude, um bis zum Abend die Arbeit niederzulegen. Damit soll die Forderung unterstrichen werden, dass die Geschäftsführung mit den Gewerkschaften und dem Betriebsrat in Verhandlungen über einen Haustarif treten solle. Bisher wurden von dieser jegliche Gespräche abgelehnt.



Stattdessen erhielten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Vormittag ein Schreiben der Geschäftsleitung. Darin wurde nachdrücklich darauf hingewiesen, dass durch eine einheitliche Anhebung der Gehälter ein Stellenabbau der zuletzt eingestellten Kolleginnen und Kollegen durchaus möglich sei und auch Neueinstellungen nicht stattfänden.

Solidarität zeigten u.a. neben den anwesenden noch tarifgebundenen Redakteurinnen und Redakteuren der Stellvertretende Bundesvorsitzende Michael Anger, Gerda Theile vom Bundesvorstand (Betriebsrätearbeit) und der Stellvertretende Hessische Landesvorsitzende Martin Angelstein.

Die mehrheitlich zum Madsack-Konzern in Hannover gehörende OP war 2008 in die Mitgliedschaft „Ohne Tarifbindung" (OT) des hessischen Verlegerverbandes gewechselt. Seitdem werden neueingestellte Redakteurinnen und Redakteure nur noch zu untertariflichen Konditionen beschäftigt. Auch den schon länger tätigen Journalistinnen und Journalisten wurden, anders als in den Vorjahren, zuletzt die Leistungen aus dem Flächentarif nicht mehr vollständig gewährt.



--> Links zu Anträgen auf Streik-Unterstützung für freie sowie festangestellte Journalistinnen/Journalisten




Aus für Mainzer Rhein-Zeitung: DJV fordert Sozialplan

BERLIN, 20.09.2013 ¬– Der Deutsche Journalisten-Verband hat das am gestrigen Donnerstag verkündete Aus für den Mainzer Standort der Rhein- Zeitung scharf kritisiert: „So geht man nicht mit Journalistinnen und Journalisten um“, sagte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. 16 Mitarbeiter aus Redaktion und Sekretariat hatten zuvor unerwartet ihre Kündigung zum Jahresende bekommen. Die Rhein-Zeitung schließt ihre Redaktion in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt damit nach 26 Jahren – ohne ein Wort des Bedauerns. RZ-Chefredakteur Christian Lindner reichte ein Tweet: „Beliebt, aber nicht rentabel.“

„Wir fordern vom Mittelrhein-Verlag, dass er umgehend mit den Beschäftigten und dem DJV Rheinland-Pfalz in Verhandlungen über einen Sozialplan eintritt“, sagte Konken. Vor der endgültigen Lösung durch Kündigungen müsse der Versuch stehen, für die Journalistinnen und Journalisten alternative Arbeitsplätze an anderen Standorten des Verlags zu suchen. Konken forderte die DJV-Mitglieder unter den Betroffenen auf, sich an den DJV Rheinland-Pfalz zu wenden und sich keinesfalls auf individuelle Absprachen einzulassen. +++





„Leidenschaft gehört zum Beruf des Journalisten“ – 8. Hessischer Journalistenpreis

FRANKFURT/M. 02.9.2013. ¬– „Hessen und die Energiewende“ hieß das Thema, mit dem sich Hessens Journalistinnen und Journalisten 2012 und 2013 beschäftigen und das sie veröffentlichen mussten, um an der Ausschreibung des achten Hessischen Journalistenpreises teilzunehmen. Der mit insgesamt 10.000 Euro dotierte Preis war auch in diesem Jahr von der SPARDA-Bank Hessen in Zusammenarbeit mit dem Landesverband Hessen des Deutschen Journalistenverbandes (DJV) ausgelobt worden. Der Ehrenpreis ging an die bekannte Frankfurter Journalisten Jutta W. Thomasius (jwt). Gewinner des „Hessischen Journalistenpreises 2013“ ist Manfred Köhler von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) mit seinem Beitrag „Die Energiewende findet bisher vor allem anderswo statt“. Den 2. Preis erhielt Claus-Peter Müller (FAZ) und den 3. Preis bekam Anne Lehmhöfer für einen Beitrag in der Frankfurter Rundschau. Einen Sonderpreis erhielt der Volontär der Gießener Allgemeinen Zeitung, Matthias Luft.


Jutta W. Thomasius wurde mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet. Die Gratulanten sind Hans Ulrich Heuser Heuser (Vorsitzender des Deutschen Journalistenverbands, Landesverband Hessen), Prof. Dr. Heiner Boehncke (Professor für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Frankfurt) und Jürgen Weber (Vorsitzender des Vorstands der Sparda-Bank Hessen). Foto: Sonja Lehnert

Im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung wurde den rund 100 Gästen die Entscheidung der Jury vorgestellt. Die Laudatio hielt der Jury-Vorsitzende Prof. Dr. Heiner Boehncke, Professor für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Frankfurt. Zur sechsköpfigen Jury zählen außerdem Hans Ulrich Heuser (Vorsitzender des Deutschen Journalistenverbands, Landesverband Hessen), Ulrich Kienzle (Journalist und ZDF-Moderator), Hilmar Börsing (Chefredakteur des Wiesbadener Kuriers a.D.), Dieter Eckart (Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung a.D.) und Peter Hoffmann (Direktor Unternehmenskommunikation der Sparda-Bank Hessen).

Jürgen Weber, Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank Hessen, moderierte den Abend. „Als sich die Jury im Herbst 2012 traf,“ erinnerte er sich, „machte ein Thema schnell die Runde und wurde einstimmig angenommen: Hessen und die Energiewende. Das ist nicht nur ein hessisches, sondern auch ein politisches Thema und gilt bundesweit. In einer Demokratie ist es die Aufgabe von Journalistinnen und Journalisten, genau hinzuschauen, wo gesellschaftliche Veränderungen stattfinden und darüber zu berichten“, schloss Weber seine Begrüßungsrede.

„Wir können stolz sein, dass Hessen Journalistinnen und Journalisten hat, die für Qualitätsjournalismus stehen“, stellte Boehncke der Preisverleihung voran, deren Höhepunkt die Verleihung des Ehrenpreises war. Der Preis zeichnet Persönlichkeiten aus, die sich mit ihrer journalistischen Arbeit aber auch durch persönliches Engagement Anerkennung und Beliebtheit erworben haben.

Höhepunkt des Abends war zweifelsohne die Auszeichnung der Frankfurter Journalistin Jutta W. Thomasius mit dem diesjährigen Ehrenpreis. Die Jury hatte die mittlerweile 90-jährige Jutta W. Thomasius ausgewählt, weil sie „über Jahrzehnte hinweg das gesellschaftliche Leben Hessens intensiv begleitet und sich einen herausragenden Ruf als Journalistin mit Herz, Sachverstand und Leidenschaft erworben habe“, hieß es in der Begründung. Thomasius schrieb viele Jahrzehnte für die Frankfurter Neue Presse und lernte Persönlichkeiten wie Papst Johannes Paul II., Boxlegende Muhammad Ali und die Prostituierte Rosemarie Nitribitt kennen. Sie spielte mit im Film „In Gefahr und größter Not bringt der Mittelweg den Tod“, von Alexander Kluge und Edgar Reitz und wurde unter anderen im Buch „Frankfurts starke Frauen: Begegnungen 1945 bis heute“, von Hilmar Hoffmann porträtiert.



„Ich empfehle jedem Journalist zu werden, der den Beruf mit Leidenschaft ausüben will. Es gehört aber auch Disziplin dazu, denn man muss manchmal auf anderes verzichten, wenn am nächsten Morgen der Artikel in der Zeitung stehen soll“, empfahl „jwt“ - so Thomasius‘ Kürzel - den jüngeren Kolleginnen und Kollegen. Weit über das journalistische Engagement hinaus gilt auch heute noch ihr Einsatz für die Leberecht-Stiftung der Frankfurter Neuen Presse, die sich für behinderte und benachteiligte Kinder und Jugendliche einsetzt.

Mit dem „Hessischer Journalistenpreis„ wurde als Sieger Manfred Köhler von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ausgezeichnet, der mit seinem Beitrag „Die Energiewende findet bisher vor allem anderswo statt“ die komplexen Zusammenhänge der Energiewende sorgfältig recherchiert und auf herausragende Weise der Leserschaft vermittelt hat. Den 2. Preis erhielt Claus-Peter Müller, ebenfalls ein Journalist der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, mit dem Beitrag „Selbst ist das Dorf“. Er beschreibt den Umgang der 5.000-Seelen-Gemeinde Alheim im Fuldatal mit der Energiewende. Den dritten Platz belegte Anne Lehmhöfer mit ihrem Artikel „Die am Windrad drehen“ in der Frankfurter Rundschau. Sie richtete ihren und der Leser Blick auf die Entstehung neuer Berufsfelder, die mit der Energiewende entstünden. Einen Sonderpreis erhielt der Volontär der Gießener Allgemeinen Zeitung, Matthias Luft. Er trug mit der Doppelseite „Die Energiewende im Landkreis Gießen“ zum Thema bei. (sl) +++





Erste Tarifrunde für 9.000 Zeitschriften-RedakteurInnen ohne Ergebnis

BERLIN, 2.09.2013 – Die erste Verhandlungsrunde der Gewerkschaften DJV und ver.di mit dem Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) für die 9000 Redakteurinnen und Redakteure an Zeitschriften endete heute in Berlin ohne konkretes Ergebnis.

DJV-Hauptverhandlungsführer Kajo Döhring betonte nach Ende des Verhandlungsauftakts: „Wir hatten ein konkretes Angebot zur Anhebung der Gehälter erwartet. Es ist enttäuschend, dass der VDZ sich heute dazu nicht in der Lage sah. Den Zeitschriften in Deutschland geht es wirtschaftlich gut. Das muss sich in der Höhe der Gehaltsanhebung widerspiegeln.“ Die vom VDZ eingeforderte Tarifpolitik mit Augenmaß bedeute, die Leistung der Kolleginnen und Kollegen angemessen zu honorieren. Die Integration der Onlinejournalistinnen und -journalisten in den Gehaltstarifvertrag bleibe ein wichtiges Thema. Das sei überfällig.

Als nächsten Verhandlungstermin vereinbarten Verleger und Gewerkschaften Donnerstag, den 26. September, in Hamburg. +++




2. Tarifrunde ergebnislos:
"Vorschlag der Zeitungsverleger ist inakzeptabel"


FRANKFURT/MAIN, 23.08.2013 Ohne Ergebnis endete die heutige zweite Runde der Tarifverhandlungen 2013 für die rund 14.000 Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen in Frankfurt/Main. Als ungeeigneten Ansatz zurückgewiesen hat die Verhandlungskommission des Deutschen Journalisten-Verbands den Vorschlag des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) zur Regionalisierung. Der Einstufung im Gehaltstarifvertrag soll nach dem Willen der Verleger die Kaufkraft des jeweiligen Verbreitungsgebietes zugrunde gelegt werden.

Es sei zudem vollkommen inakzeptabel, dass dem vorgelegten Papier zufolge ein Großteil der Redakteurinnen und Redakteure gar keine Gehaltserhöhung bekommen würde, kritisierte DJV-Verhandlungsführer Kajo Döhring: "Es ist völlig klar, dass jede einzelne Redakteurin und jeder einzelne Redakteur eine Gehaltserhöhung bekommen muss." Der DJV halte dabei an der Forderung nach sechs Prozent mehr Gehalt bzw. Honorar fest. Der DJV werde nur über einen Tarifumbau nachdenken, nicht über einen Tarifabbau. "Wir akzeptieren keinen Tarifvertrag, der einen Abgesang auf unseren Berufsstand bedeutet."

Der BDZV will in der nächsten Verhandlungsrunde am 9. Oktober in Berlin ein Gesamt-Tarifpaket vorlegen. Bisher liegen konkrete Vorschläge zur Einbeziehung der Onlinejournalisten nicht vor - eine wichtige Forderung des DJV. +++



DJV ruft alle Journalisten auf: KSK-Petition unterzeichen!


BERLIN, 23.07.2013 –    Der Deutsche Journalisten-Verband ruft alle Journalistinnen und Journalisten auf, die Online-Petition zur Stärkung der Künstlersozialversicherung zu unterzeichnen. Die Zeichnungsfrist endet am 6. August. Wer noch nicht unterzeichnet hat, sollte dies zum Schutz frei arbeitender Publizisten und Künstler tun. Es fehlen derzeit noch mehr als 15.000 Unterschriften, damit zur Petition eine öffentliche Anhörung im zuständigen Bundestagsausschuss stattfindet. Dafür sind mindestens 50.000 Unterzeichner nötig.

Die Petition kommt vom Deutschen Tonkünstlerverband (DTKV). In ihr wird der Deutsche Bundestag aufgefordert, die Deutsche Rentenversicherung gesetzlich dazu zu verpflichten, im Rahmen ihrer Betriebsprüfungen - spätestens alle vier Jahre - zu kontrollieren, ob die Unternehmen, die freischaffende Künstler und/oder freischaffende lehrende Künstler beschäftigen, ihrer Abgabeverpflichtung nach dem Künstlersozialversicherungsgesetz nachgekommen sind. Die KSK finanziert die Sozialversicherung der freien Künstler und Publizisten durch einen Eigenbeitrag der Versicherten in Höhe von 50 Prozent und zahlt selbst die andere Hälfte dazu. Diese Hälfte stammt von Kunden von Freien, die ihrerseits 30 Prozent der Kosten für die Künstlersozialversicherung aufbringen müssen, der Bund trägt die restlichen 20 Prozent.

„Die Künstlersozialkasse ist wesentlich für eine gesicherte Tätigkeit als freier Journalist", sagte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. „Wir appellieren an die freien Journalisten und an die fest angestellten Kollegen, zu unterschreiben.“ Auch die Unterschrift der Angestellten sei jetzt wichtig, um zu zeigen, dass die Existenz der Künstlersozialversicherung auf Dauer gesichert werden müsse. Solidarität mit den freien Kolleginnen und Kollegen sei notwendig.




Erste Tarifrunde Zeitungen ohne Ergebnis beendet
Statt 6 Prozent mehr wollen Verleger „Regionalisierungsmodell“


FRANKFURT/MAIN, 19.07.2013 Ohne konkrete Ergebnisse endete am heutigen Nachmittag in Frankfurt/Main die erste Runde der Tarifverhandlungen der Journalistengewerkschaften DJV und ver.di mit den Zeitungsverlegern (BDZV). In den knapp vierstündigen Verhandlungen blieb der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger konkrete Vorschläge oder Forderungen für neue Tarifverträge für die rund 14.000 Journalistinnen und Journalisten an Tageszeitungen schuldig. Von Verlegerseite wurde allgemein über die Einführung regionaler Tarifstrukturen gesprochen, die an die jeweilige Kaufkraft gekoppelt sein sollten. „Den Widerspruch zwischen Regionalisierung und Flächentarifvertrag konnte der BDZV nicht auflösen“, kritisierte DJV-Verhandlungsführer Kajo Döhring. Es gebe auch „keine konkreten Vorschläge, wie die Zeitungsverleger das realisieren wollen“.

Als weitere Themen für die Tarifverhandlungen benannten die Verleger Veränderungen beim Jahresurlaub, bei Urlaubs- und Weihnachtsgeld und die Bindung der Berufsjahrstaffeln an Leistungskomponenten. Die Forderung des DJV nach sechs Prozent mehr Gehalt bzw. Honorar für die Zeitungsjournalisten bezeichnete der BDZV als „überzogen“. Über höhere Gehälter und Honorare werde nur im Zusammenhang mit anderen Tarifthemen verhandelt. Nach Überzeugung der Verleger müssten „automatische Gehaltssteigerungen nach Dienstjahren“ abgeschafft und durch „leistungsgerechte Komponenten“ ersetzt werden.

„Wir bleiben dabei: sechs Prozent mehr für die Kolleginnen und Kollegen und Einbindung der Onliner in die Tarifverträge“, bekräftigte Döhring. „Die persönlichen Leistungen der Journalisten dürfen von den Verlegern nicht missachtet werden. Eine Hängepartie in den Verhandlungen haben sie nicht verdient.“ Der DJV-Verhandlungsführer erwartet, dass die Verleger zur nächsten Verhandlungsrunde konkrete Vorschläge vorlegen. Als neuer Verhandlungstermin wurde der 23. August in Frankfurt vereinbart. +++




Wanderausstellung der PresseFotos jetzt im Fokus
Wettbewerb des DJV Hessen/Thüringen stärkt Pressefotografie


Berlin, 02.07.2013 Die aktuelle Wanderausstellung „PresseFoto Hessen-Thüringen 2012“ ist jetzt in Berlin zu Gast. Im Mittelpunkt steht die Arbeit hauptberuflich tätiger Bildjournalistinnen und -journalisten, die das aktuelle Geschehen des vorangegangenen Jahres dokumentiert. Bis Mitte August zeigen die DJV Landesverbände Hessen und Thüringen in der Vertretung des Freistaats Thüringen beim Bund eine Auswahl der Siegerfotos und prämierten Bilder des Wettbewerbs 2012. Darunter ist auch das Foto des Jahres des Erfurter Fotografen Jens Meyer, „Im Rausch der Tiefe“ mit Bundeskanzlerin Angela Merkel ausgestellt. Es wird auch als Symbol für das „Haifischbecken Politik“ oder für die Südeuropapolitik der Kanzlerin interpretiert.


Siegerfotos, die Aufmerksamkeit erregen: Sport & Freizeit, 1. Platz Nudistenschach, Axel Häsler, Langenselbold; Beste Serie, 1. Platz Das lange Warten oder Ende gut, alles gut, Alexander Hassenstein, Erding; Foto des Jahres Im Rausch der Tiefe, Jens Meyer, Erfurt; Technik & Verkehr, 1. Platz Feuerwerk, Cornelia Georg, Offenbach am Main (v.l.n.r.) Foto: Sonja Lehnert

Seit der ersten Ausschreibung 2007 gilt, dass „auf die kreative und dokumentarisch wichtige Arbeit der Bildjournalisten hingewiesen und diese angemessen gewürdigt wird“, wie DJV Landesvorsitzender Hessen Hans Ulrich Heuser feststellte und weiter fortfuhr: „Dabei geht es nicht nur um die Außenwirkung für den in seiner Existenz immer stärker bedrohten Berufsstand. Auch nach innen ist der Anspruch gerichtet, konsequent auf Qualität zu achten.“


Dies nahm auch Anita Grasse, DJV Landesvorsitzende Thüringen, zum Anlass, in ihrer Begrüßungsrede auf den Schlichtungsvorschlag hinzuweisen, dem der DJV gerade zugestimmt hatte. Er schreibe Honorarrichtlinien vor, die festlegten, wie viel ein Fotograf pro Bild verdienen sollte, um von seiner Arbeit einigermaßen leben zu können. Die Realität zeigt sich erschreckend weit entfernt davon, kaum eine Redaktion ist noch bereit, eigene Fotografinnen und Fotografen zu beschäftigen und die Freien entsprechend zu honorieren.

Hessens DJV-Landesvorsitzender Hans Ulrich Heuser bezweifelt, dass die Verlage die Verhandlungsergebnisse in Form der Zahlung von Mindesthonoraren auch umsetzten, bereits bei den Wort-Vergütungsregeln erlebe man, wie zäh deren Realisierung sei.



Zahlreiche Gäste bei Ausstellungseröffnung

Wie bereits zu den vorangegangenen Ausstellungen kamen dutzende, interessierter Besucherinnen und Besucher, die die Ausstellung seit Jahren schätzen. Der Dienststellenleiter der Vertretung, Raimund Grafe, begrüßte ebenfalls die beiden Landesvorsitzenden von Thüringen und Hessen, Anita Grasse und Hans Ulrich Heuser, den DJV-Bundesvorsitzenden Michael Konken, sowie die Geschäftsführer der Landesverbände Thüringen (Ralf Leifer), Berlin (André Gählert) und Hessen (Achim Wolff).

Die Landesvertretung befindet sich seit 1999 in einem Neubau an der Mohren-/Ecke Mauerstraße in Berlin. Ganz im Sinne der Weimarer Bauhaus-Tradition ist es ein modernes und zeitgemäßes Gebäude, dessen Räume sich hervorragend für Ausstellungen eignen. Musikalisch begleitet wurde die Ausstellungseröffnung von den DJV Small Stars vom DJV Nordrhein-Westfalen.

Mittlerweile ist die siebte Ausschreibung des Wettbewerbs „PresseFoto Hessen-Thüringen" an den Start gegangen und endet am 1. Oktober. Bis dahin besteht noch die Möglichkeit, Fotos an die Landesverbände Hessen und Thüringen zu senden, um auch weiterhin den Blick der Öffentlichkeit auf die fotografische Dokumentation unseres facettenreichen Alltags zu richten. Aber auch, um darauf aufmerksam zu machen, dass der ästhetische Anspruch an ein Pressefoto und sein hoher Informationsgehalt einen Wert haben, der entsprechend honoriert werden muss. (Sonja Lehnert) +++




Verbandstag-Dokumentation jetzt auch in Ausschnitten als VIDEO-Film anzusehen

DARMSTADT 01.07.2013 Über den fast sechsstündigen Verbandstag im Konferenzhotel Maritim am vergangenen Wochenende in Darmstadt wird es verschiedene Dokumentationen bzw. Berichterstattungen geben. So wurden während des Verbandstages insgesamt zehn Meldungen über den Twitter-Account des DJV Hessen ( http://twitter.com/djvhessende ) abgesetzt, es gab zwei Pressemitteilungen an die hessischen Medien am Sonntag und am Montag und von verschiedenen Reden und Abstimmungen auf dem Verbandstag wurden auch Video-Aufzeichnungen angefertigt.

Nachfolgend einen Rede-Ausschnitt vom DJV-Bundesvorsitzenden Michael Konken zu den Themen Tarifverhandlungen und Tarifflucht der Verleger sowie zwei Video-Sequenzen vom hessischen DJV-Vorsitzenden Uli Heuser mit einer Situationsbeschreibung der Lage der Medien vor allem in Hessen sowie Gedanken über die künftige innerverbandliche Arbeit und notwendige Strukturveränderungen. Ein zusammenfassender Film über den Verbandestag mit Wahlen folgt hier in Kürze.


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Hessens Landesvorsitzender Uli Heuser zur Lage der Medien in Hessen (5:50 Min) Hessens Landesvorsitzender Uli Heuser über Innerverbandliches und Strukturveränderungen (3:40 Min.) DJV-Chef Konken zu Themen Tarifverhandlungen und Tarifflucht der Verleger (2:50 Min.)



DJV Verbandstag Darmstadt: Gegen Zwei-Klassen-Journalismus und Dumping-Honorare

DARMSTADT 29.06.2013 Der „Druck für Journalisten“ war nach Überzeugung des Deutschen Journalistenverbandes (DJV) „noch nie so groß wie heute“. Auf dem Hessischen DJV-Verbandstag in Darmstadt kritisierte Landesvorsitzender Hans-Ulrich Heuser, dass einerseits der Beruf des Journalisten immer weiter abgewertet, anderseits in der heutigen Zeit immer verantwortungsvoller werde. In der sich rasant verändernden digitalen Medienwelt spiele die Ethik – was man dürfe und was nicht - auch eine immer größer werdende Rolle. Deshalb besteht nach Ansicht von Heuser „dringender Handlungs- und Regelungsbedarf“, weil nur der Qualitäts- und Wertejournalismus die Glaubwürdigkeit der Medien stärke – als „unverzichtbare Eckpfeiler journalistischer Arbeit und für den Bestand der Demokratie“.

Knapp 50 Delegierte als Vertreter von rund 2.700 hauptberuflichen Journalistinnen und Journalisten waren in Darmstadt versammelt. Unter den Gästen waren außer dem Darmstädter Bürgermeister Rafael Reißer auch zahlreiche Vertreter befreundeter und benachbarten Landesverbände, darunter auch der DJV-Bundesvorsitzende Michael Konken. Mit großer Mehrheit wurde der achtköpfige hessische Landesvorstand von den Delegierten wiedergewählt: Vorsitzender Hans-Ulrich Heuser (Bischoffen), Stellvertreter Martin Angelstein (Fulda), Schatzmeisterin Dr. Gabriela Blumschein und Schriftführer Martin Schmidt (Wiesbaden) sowie die Beisitzer Jörg Steinbach (Kassel), Harro Menzel (Frankfurt), Axel Häsler (Langenselbold) und Dr. Klaus Andrießen (Marburg).



„Es kann keinen Erste und Zweite Klasse-Journalismus in Deutschland geben“ machte der DJV-Bundesvorsitzende Michael Konken auf dem Darmstädter Verbandstag deutlich. Mit Blick auf die bevorstehenden Tarifverhandlungen kritisierte er die „Horror-Drohungen der Verleger weit weg von der Praxis.“ Dabei müsse ihnen doch klar sein, dass Beruf und Qualität ihren Preis hätten. Wörtlich sagte Konken: „Offenbar sind in den Hirnen der Manager und Verleger die Schaltkreise abgeschaltet, denn sie wissen gar nicht mehr, was in den Redaktionen passiert.“ In den nächsten Jahren stehe für den DJV die Zukunft des Journalismus im Vordergrund. Man wolle auch den Flächentarifvertrag „zukunftsfähig“ machen und „Tarifverträge der heutigen Zeit anpassen.“

Scharfe Kritik äußerte Heuser am Verhalten vieler deutscher Verleger, die sich endlich wieder auf ihre sozialpolitische Verantwortung besinnen sollten. „Stattdessen mauern sie, reden von wirtschaftlicher Krise und nehmen noch einmal einen kräftigen Schluck aus der Pulle, um für alle Ewigkeit den Billigjournalismus auf den Thron zu heben.“ Nach Beobachtungen des DJV erlebe der Printjournalismus derzeit die „größte Entlassungswelle seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland.“ Heuser sprach von einem „Skandal, dass die Misswirtschaft der vergangenen Jahre in den Verlagshäusern immer wieder auf dem Rücken der Mitarbeiter ausgetragen wird.“ Die gegenwärtige „dramatische Entwicklung schockiert und macht fassungslos.“



(Fotos: Wolfgang Kühner)

Die „Flucht vieler Verlage aus der Tarifbindung“ dokumentiert nach Meinung des DJV Hessen „deutliche Auflösungserscheinungen im Verleger-Lager“. Diese „Tarifflucht“ beweise, dass Zeitungsverleger die Tarifverträge nur noch als „Kostenballast, der schnellstens abgeworfen werden muss“ sähen. „Journalistische Arbeit gibt es nicht zu Dumpingpreisen“ betonte der Landesvorsitzende und bedauerte, dass offenbar nicht einmal mehr die Mindeststandards im gegenseitigen Umgang einer Sozialpartnerschaft gewahrt würden. Für die große Mehrheit der Menschen seien „mickrige Honorare und Löhne sittenwidrig“, sagte Heuser.

Vor dem Hintergrund des sich rasant verändernden Medienverhaltens sprach Heuser auch verbandsinterne „Herausforderungen der Zukunft“ an, die allein mit ehrenamtlichen Strukturen nicht mehr zu bewältigen seien. Auch müsse über Ländergrenzen hinweg gedacht und die Zusammenarbeit mit benachbarten und anderen DJV-Landesverbänden verstärkt bzw. Synergieeffekte genutzt werden. Es sei notwendig, „Kooperationen zu stärken und nicht aus lokalpatriotischen Gründen zu verteufeln“. Gerade auch im Hinblick auf mehr Haustarife in Medienhäusern und ein Streikrecht in OT-Verlagen müsse der DJV viel professioneller aufgestellt sein. Vorrangige Ziele seien der Erhalt des Flächentarifs und die Absicherung der Altersversorgung, sagte Heuser abschließend.

Am Ende wählte der Verbandstag nicht nur die festen Mitglieder der Fachausschüsse entsprechend den Vorschlägen der Orts- und Bezirksverbände, sondern auch die Delegierten für die kommenden DJV-Bundesverbandstage in Hannover (2013) und Weimar (2014). Beschlossen wurde außerdem, dass die nächsten Hessen-Verbandstage 2014 in Hanau (Jubiläum 25 Jahre „blickpunkt“-Zeitschrift) und 2015 in Wetzlar stattfinden (ma). +++



Journalisten machtlos gegen „Rechtegier von Sendern und Verlagen“?

DARMSTADT, 27.06.2013 Immer mehr Journalisten arbeiten frei, bieten ihre Fotos und Artikel verschiedenen Medien an. Doch was passiert mit ihrem Urheberrecht? Verträge, die einer juristischen Prüfung oft nicht standhalten, sind heutzutage eher die Regel als die Ausnahme. Fotografen und Autoren sollen für ein einmaliges Honorar die kompletten Nutzungsrechte abgeben. Reiner Reichert, Professor für Medienrecht, sprach bei einer Diskussionsveranstaltung am Vorabend des hessischen DJV-Verbandstages in Darmstadt von der „Rechtegier von Sendern und Verlagen“, die für möglichst viel Nutzung möglichst wenig bezahlen wollten. Doch er kam auch zu der Erkenntnis: „Wir haben keine Durchsetzungsmacht“.

Der Gesetzgeber geht „von einer angemessenen Vergütung“ aus. Doch was ist angemessen? Immerhin liefern die Honorarvereinbarungen zwischen den Journalisten- und Verlegerverbänden bei einem Rechtstreit eine Richtlinie. Doch wer klagt gegen einen Verlag, bei dem er seine Brötchen verdient? Die momentane Situation sei „eine Schaden für den Rechtsstaat“ stellte Reichert fest. Die Politik habe vergessen, was Journalismus sei. „Die Kreativen, die die journalistischen Inhalte erstellen, spielen für die Politik offenbar keine Rolle mehr“.

Auch Steffen Grimberg, Redakteur beim NDR-Medienmagazin „Zapp“, sieht bei den Vergütungsregeln wenig Licht am Horizont. In den vergangenen Jahren habe sich Vieles zum Schlechten entwickelt. Freie Journalisten hätten kaum noch eine Chance, ihre Einnahmen zuverlässig zu kalkulieren, zumal viele Zeitungsverlage inzwischen dazu übergegangen seien, Hobbyschreiber und Hobbyfotografen zu generieren, die noch billiger oder sogar umsonst lieferten, nur weil sie ihren Namen mal in der Zeitung lesen wollten. Grimberg empfiehlt freien Journalisten, sich besser zu vernetzen. Aber er weiß auch: „Von den gemeinsamen Vergütungsregeln sind wir meilenweit entfernt“.



(Fotos: Wolfgang Kühner)

Die freien Journalisten, die bei der Künstlersozialkasse versichert sind, verdienen im Schnitt 14.142 Euro pro Jahr und haben später einen Rentenanspruch von 550 Euro. Der Durchschnittsverdient aller Arbeitnehmer beträgt bundesweit 32.446 Euro, also mehr als doppelt so viel, wie ein freier Journalist pro Jahr zur Verfügung habe. „Hier muss der Gesetzgeber einschreiten“, forderten die Podiumsteilnehmer.

Steffen Grimberg – der auch regelmäßig über ein Medienthema im vierteljährlichen hessisch-thüringischen Mitgliedermagazin „blickpunkt“ schreibt - geht davon aus, dass die tariflos eingestellten Redakteure bei Tageszeitungen nur ein Zwischenstadium sind. In Zukunft würden die meisten Mitarbeiter in den Redaktionen wohl frei arbeiten. „Es fehlt die gesellschaftliche Anerkennung für das geschriebene Wort und das Bild“, beklagte er. Das frühere DJV-Bundesvorstandsmitglied Hubert Engeroff forderte eine neue Medienordnung in Deutschland. „Das geht nicht mehr nach den alten Regeln“.

Der hessische DJV-Landesvorsitzender Uli Heuser kündigte an, der Landesvorstand werde in den kommenden Monaten alle hessischen Verlage aufsuchen und mit den Chefredakteuren Gespräche über die vereinbarten Vergütungsregeln für Freie führen. (HDE) +++





Tarifrunde Tageszeitungen startet am 19. Juli in Frankfurt/M

BERLIN, 28.06.2013 Der Beginn der Tarifverhandlungen für die rund 14.000 Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen steht fest: Am 19. Juli treffen die Vertreter der Gewerkschaften Deutscher Journalisten-Verband und dju in ver.di vermutlich in Frankfurt/Main erstmals mit der Delegation des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger zusammen. Der DJV fordert um sechs Prozent höhere Gehälter und Honorare. Nach der Kündigung des Manteltarifvertrags durch den BDZV ergibt sich aus Sicht des DJV die Notwendigkeit, über eine sinnvolle Modernisierung der Tarifverträge zu verhandeln. Dazu gehört etwa die Integration der Online-Redakteure von Zeitungsportalen in das Tarifwerk.

„Unsere Gehaltsforderung ist angemessen und orientiert sich sowohl an den gestiegenen Anforderungen an die Kolleginnen und Kollegen als auch an deren Einkommensentwicklung während der letzten Jahre“, erklärte DJV- Verhandlungsführer Kajo Döhring. „Die Zeitungsjournalisten dürfen nicht von anderen Berufsgruppen abgehängt werden, deren Gehaltsabschlüsse über der Inflationsrate liegen.“ Auch wenn einzelne Verlage wirtschaftliche Probleme hätten, gehe es der Verlagsbranche insgesamt gut, wie der BDZV in öffentlichen Erklärungen immer wieder betone. Döhring sprach sich dafür aus, zunächst über höhere Gehälter und Honorare zu verhandeln und anschließend die strukturellen Themen in den Tarifverhandlungen anzugehen. +++



DJV fordert sechs Prozent mehr für Zeitschriftenjournalisten

Kassel, 17.06.2013 Der Deutsche Journalisten-Verband fordert sechs mehr Prozent mehr Gehalt für die rund 9.000 Redakteurinnen und Redakteure an Zeitschriften. Die Honorare für die freien Mitarbeiter sollen im gleichen Umfang angehoben werden. Diese Forderung erhob der DJV-Gesamtvorstand als Große Tarifkommission von Deutschlands größter Journalistenorganisation am heutigen Montag in Kassel. „Über viele Jahre hinweg haben die Kolleginnen und Kollegen in den Zeitschriftenredaktionen Zurückhaltung mit Gehalts- und Honorarabschlüssen geübt, die unter der Inflationsrate lagen. Für die kommenden Tarifverhandlungen muss klar sein, dass die Abwärtsspirale der Einkommensentwicklung ein Ende hat“, sagte DJV-Verhandlungsführer Kajo Döhring. Den geltenden Gehaltstarifvertrag für die Zeitschriftenredakteure werde der DJV in diesen Tagen fristgemäß zum 30. September kündigen.

Der DJV-Verhandlungsführer forderte die Zeitschriftenverleger auf, zügig in Verhandlungen über die Gehälter und Honorare der Journalisten einzutreten: „Die Kolleginnen und Kollegen in den Redaktionen haben ein Anrecht auf persönliche Planungssicherheit für sich und ihre Familien.“ +++



DJV begrüßt JA der Verleger zum Flächentarifvertrag

Berlin, 14.06.2013 Der Deutsche Journalisten-Verband hat das Bekenntnis der Zeitungsverleger zum Flächentarifvertrag begrüßt. Das sei die wichtigste Voraussetzung für konstruktive Tarifverhandlungen, sagte DJV-Verhandlungsführer Kajo Döhring. Er reagierte damit auf eine Mitteilung des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) vom heutigen Freitag. Die von den Verlegern in dem Zusammenhang erwähnte Kündigung des Manteltarifvertrags für die rund 14.000 Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen komme nicht unerwartet, so der DJV-Verhandlungsführer: „Auch wir sind an einer Modernisierung der Tarifverträge interessiert.“ Beispielsweise sei es mit der heutigen Arbeitswirklichkeit in den Redaktionen nicht mehr vereinbar, dass Gehälter und Arbeitsbedingungen der Print-Redakteure in Tarifverträgen geregelt seien, die Kollegen der Online-Redaktionen im gleichen Verlag jedoch tariflos arbeiteten.

„Für die Tarifverhandlungen mit den Zeitungsverlegern lautet unsere Maxime: Umbau ja, Abbau nein“, sagte Döhring. Wenn dies die Verleger genauso sähen, sei der Weg zu konstruktiven Verhandlungen offen. +++



Künftig auch "OT" für Verlagsgruppe Rhein-Main?
Scharfe Kritik des DJV an neuerlicher Tarifflucht


Berlin, 10.06.2013 Der Deutsche Journalisten-Verband hat die Absicht der Verlagsgruppe Rhein-Main kritisiert, an künftige Tarifverträge für die Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen nicht mehr gebunden zu sein. „Damit begeht ein weiteres Medienunternehmen Tarifflucht“, sagte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. Die Verlagsgruppe Rhein- Main hatte zuvor bekannt gegeben, dass sie dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) künftig nur noch ohne Tarifbindung angehören wolle.

Der Verlag gibt unter anderem die Allgemeine Zeitung Mainz und die beiden Wiesbadener Titel heraus. „Wir befürchten, dass über einen Haustarifvertrag am Einkommen der Journalisten gespart werden soll“, sagte Konken. Hintergrund könnte der Druck durch den Gesetzgeber sein, die Leiharbeitnehmer zu integrieren. „Das darf nicht mit schlechteren Leistungen für alle kompensiert werden“, sagte Konken. Journalistische Leistungen gebe es nicht zu Dumping-Konditionen. Er forderte die betroffenen DJV-Mitglieder bei der Verlagsgruppe Rhein-Main auf, sich an ihre DJV-Landesverbände in Rheinland-Pfalz und Hessen zu wenden.

„Die Auflösungserscheinungen im Verlegerlager sind unübersehbar“, sagte Konken. Es sei nicht nachvollziehbar, wie wenig Bedeutung BDZV- Mitgliedsverlage den Tarifverträgen beimessen. Es sei alarmierend, wenn einzelne Zeitungsverleger Tarifverträge nur noch als Kostenballast begriffen, der schnellstens abgeworfen werden müsse. +++



DJV: "Runder Tisch zur Künstlersozialkasse ist überfällig"

Berlin, 7.06.2013 Der Deutsche Journalisten-Verband hat sich für einen Runden Tisch zur Zukunft der Künstlersozialversicherung ausgesprochen, an dem Vertreter der Bundesregierung und der Rentenversicherung teilnehmen sollten. Anlass sind die gegensätzlichen Vorstellungen von Arbeitsministerium und Rentenkasse zur Durchführung der aus Sicht des DJV notwendigen Betriebsprüfungen für die Künstlersozialkasse. DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken warnte dabei davor, die politische Debatte zur Sicherung der Künstlersozialabgabe mit „Einfachrezepten" und „populistischen Schuldzuweisungen" in die Sackgasse zu führen. „Bei den Betriebsprüfungen muss etwas passieren. Wenn die Bundesregierung der Meinung ist, dass sie die Deutsche Rentenversicherung nicht zur Durchführung der Prüfungen verpflichten will, muss sie selbst Geld auf den Tisch legen oder akzeptable Kompromisslösungen vorschlagen."

Die Künstlersozialkasse sei für freie Künstler und Publizisten ein unverzichtbarer Bestandteil ihrer Absicherung, sagte der DJV- Vorsitzende. „Seit Inkrafttreten des Künstlersozialversicherungsgesetzes im Jahr 1983 hat sich jede Bundesregierung dafür eingesetzt, dass das System der Finanzierung auf stabilen Füßen bleibt. Es ist unverständlich, warum die Regierungskoalition in der aktuellen Diskussion um Maßnahmen zur Sicherung der Künstlersozialabgabe auf Stillstand setzt.“ Politik heiße Gestaltung. Ein Runder Tisch zur KSK sei überfällig. ( Hendrik Zörner ) +++



Claudia-Hohmann-Preis für Lokaljournalismus ausgeschrieben

KASSEL 31.05.2013 –Der Presseclub Kassel will mit dem Claudia-Hohmann-Preis den Nachwuchs im Lokaljournalismus fördern. Mit dem Preis erinnert der Presseclub an die Kasseler Journalistin Claudia Hohmann, deren lokaljournalistische Arbeit beispielhaft war und die sich um die Ausbildung des Nachwuchses verdient gemacht hat. Teilnehmen können Volontärinnen und Volontäre sowie hauptberufliche Journalistinnen und Journalisten im Alter bis 35 Jahre, die in Zeitungen oder Zeitschriften, Radio, Fernsehen oder Online lokaljournalistische Beiträge aus Nordhessen oder Südniedersachsen veröffentlicht haben.

Gefordert sind regional bezogene Beiträge aller journalistischen Stilrichtungen. Gefragt ist kritischer Journalismus, der auch jenen Menschen eine Stimme verleiht, die sonst keine Stimme hätten. Gewünscht sind zudem Aufklärung, Hilfestellung und Service, der den Menschen im Alltag nützlich sein kann und das Zusammenleben im Sinne von Toleranz und Respekt fördert.

Der Claudia-Hohmann-Preis ist mit 2.500 Euro dotiert. Die Jury besteht aus dem gewählten Vorstand des Presseclubs Kassel. Einsendeschluss für Beiträge, die seit dem 15. Juli 2012 veröffentlicht wurden, ist der 15. Juli 2013. Der Preis soll am 30. August im Rahmen des Sommerfestes zum 20jährigen Bestehen des Presseclubs in diesem Jahr verliehen werden.

Bewerbungen bitte an die Adresse
Presseclub Kassel e.V.
Sekretariat / c.o. Gabriele Stang
Raiffeisenstraße 1
34226 Niestetal

oder per E-Mail an stang.g@arcor.de

Mit dem Journalistenpreis wahrt der Presseclub Kassel das Gedenken an Claudia Hohmann. Sie war stellvertretende Lokalchefin der HNA in Kassel und viele Jahre Vorstandsmitglied und Vorsitzende des Presseclubs. Sie hat sich mit ihrer kreativen journalistischen Arbeit und mit ihrem Einsatz für die Ausbildung des Nachwuchses verdient gemacht. Claudia Hohmann starb im Jahr 2009 55-jährig an den Folgen einer Krebserkrankung. +++



Alarmierend! Jetzt bundesweit 5.000 arbeitslos gemeldete Journalisten

Berlin, 27.05.2013 – Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) hat heute die Zunahme der Zahl arbeitslos gemeldeter Journalistinnen und Journalisten bei der Bundesagentur für Arbeit als "alarmierend" bezeichnet. Nach den aktuellen Zahlen der Nürnberger Behörde waren im April knapp 5.000 Journalisten arbeitslos – 11,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Im gleichen Umfang wuchs die Zahl der Arbeitsuchenden auf über 9.100. Die Zahl der offenen Stellen verringerte sich um 11,7 Prozent auf 430. „Ein so drastischer Anstieg der arbeitslosen Kolleginnen und Kollegen ist ein Alarmzeichen für die Lage des Journalismus in Deutschland“, kommentierte DJV- Bundesvorsitzender Michael Konken das Zahlenmaterial. „Dass so viele Journalisten ihre Arbeit verloren haben, steht in krassem Widerspruch zu den alles in allem immer noch stattlichen Renditen der meisten Medienunternehmen.“ Auch die Arbeitsbelastung in den Redaktionen rechtfertige keinen Personalabbau.

„Wer mit journalistischer Qualität Geld verdienen will, braucht dafür arbeitende und nicht arbeitslose Journalisten“, sagte der DJV- Vorsitzende. Er forderte deshalb die Medienunternehmer auf, sich aktiv für den Erhalt journalistischer Arbeitsplätze einzusetzen. „Journalist ist ein qualifizierter Beruf. Eine einmal weggefallene Stelle später neu zu schaffen, kann teurer sein als sie auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zu erhalten.“ (djv) +++



Neue „Darmstädter Zeitung“ (DAZ) als Gratis-Wochenzeitung im Herbst geplant

DARMSTADT, 23.05.2013 – Anfang September 2013 soll die „Darmstädter Zeitung“ (DAZ) erstmals erscheinen: Mit einer Druckauflage von 60.000 Exemplaren wird wieder einmal der Versuch unternommen, eine Gratis-Zeitung zu etablieren, die sich ausschließlich über Anzeigen finanziert. Und die Namen der Gründer geben Grund zu der Vermutung, das Vorhaben sei gründlich durchdacht: Horst Vatter, bekannter Äppler- und Blitz-Tip-Gründer, Klaus-Jürgen Hoffie, Ex-Wirtschaftsminister von Hessen, und Focus-Herausgeber Helmut Markwort (stammt aus Darmstadt) gehören dazu, ebenso wie Ulrich Diehl, der mehr als zehn Jahre lang beim Darmstädter Echo arbeitete, zuletzt als Leiter Werbemarkt und als Geschäftsführer für Anzeigenblätter. Diehl wird Geschäftsführer der Marktplatz Medien GmbH wird, die die DAZ herausgeben wird. Sie basiert auf der Zeitung für Darmstadt, die seit anderthalb Jahren monatlich erscheint. Deren Macher, Arthur Schönbein und Sandra Russo, werden ebenfalls als Gesellschafter einsteigen.

Hauptziel der neuen Gratis-Zeitung ist offenbar eine Konkurrenz zu den Anzeigenblättern des ECHO-Verlages. Dort will man sich bisher zu dem neuen Projekt nicht äußern. Die Ankündigung der neuen Zeitung sorgte im Verlag jedoch für einige Unruhe, weil das ECHO seit einigen Jahren gegen sinkende Anzeigenumsätze ankämpft. Der Trend könnte sich je nach Preisgestaltung durch die Gratis-Zeitung verschärfen.

Insider erwarten, dass sich die Zeitung mittelfristig nicht nur auf Darmstadt beschränkt, sondern in das Umland expandieren wird. Genau so hat es Horst Vatter Mitte der siebziger Jahren mit dem Blitz-Tip gemacht, der zunächst in Frankfurt erschien und kurze Zeit später bereits das gesamte Rhein-Main-Gebiet bis nach Wiesbaden und Mainz im Westen sowie Aschaffenburg und Hanau im Osten abdeckte. (red/ma/he) +++


DJV-Verbandstag 2013 in Hessen am Sonnabend, 29. Juni 2013, um 10.00 Uhr,
im Maritim Konferenzhotel, Darmstadt, Rheinstraße 105, 64295 Darmstadt.


Tagesordnung  

1. Eröffnung durch den 1. Vorsitzenden
2. Bestätigung/Wahlen: a) Tagungspräsidium / b) Mandatsprüfungs-, Wahl- und Zählkommission
3. Berichte (soweit vorliegend schriftlich oder mündlich): a) Geschäftsführender Vorstand / b) Schatzmeisterin / c) Rechnungs- und Kassenprüfung / d) Fachgruppen
4. Aussprache u. a. Grußworte
5. Bericht der Mandatsprüfungskommission
6. Entlastung des Geschäftsführenden Vorstandes
7. Wahlen
a) Geschäftsführender Vorstand: • 1. Vorsitz • 2. Vorsitz • Schatzmeister/in • Schriftführung • vier Beisitzer / b) Rechnungsprüfer / c) Schiedskommission / d) Mitglieder Fachausschüsse / e) Delegierte der DJV Verbandstage 2013 und 2014
8. Anträge
9. Verschiedenes

HINWEIS: Unterbrechung des Verbandstages zwischen ca. 13.00 und 14.00 Uhr. Es wird ein Imbiss gereicht. Eingeladen zur Teilnahme und Diskussion sind alle DJV-Mitglieder Hessens, stimmberechtigt aber nur gewählte Delegierte. +++



DJV fordert sechs Prozent mehr Gehalt für Zeitungsredakteure

Fulda, 22.04.2013 – Der Deutsche Journalisten-Verband fordert eine Erhöhung der Gehälter für die rund 14.000 Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen um sechs Prozent. In gleichem Umfang sollen die Honorare der freien Zeitungsjournalisten steigen. Das beschloss am heutigen Montag der DJV-Gesamtvorstand als Große Tarifkommission in Fulda mit großer Mehrheit. Den Gehaltstarifvertrag mit dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) und den Tarifvertrag für arbeitnehmerähnliche Freie wird der DJV fristgerecht zum 31. Juli kündigen. „Die Anforderungen an die Zeitungsjournalisten wachsen permanent“, sagte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. Über ein Jahrzehnt lang hätten die Tarifabschlüsse der Zeitungsbranche nicht ausgereicht, um die Preissteigerungen auszugleichen. „Damit die Kolleginnen und Kollegen nicht von der Gehaltsentwicklung in Deutschland abgehängt werden, muss nun eine deutliche Anhebung der Gehälter und Honorare erfolgen.“

Der DJV forderte die Zeitungsverleger auf, zügig in Tarifverhandlungen mit den Gewerkschaften DJV und dju einzusteigen. „Wir halten es für konsequent, zuerst über einen neuen Gehaltstarifvertrag zu sprechen. Das ist das laufende Geschäft“, sagte DJV-Verhandlungsführer Kajo Döhring. Gesprächen über notwendige und sinnvolle Anpassungen im Tarifsystem werde der DJV sich nicht verweigern. „Die Tarifverträge müssen mit der Arbeitswirklichkeit Schritt halten“, sagte Döhring. Deshalb müssten beispielsweise die Onlinejournalisten der Zeitungsverlage integriert werden. „Mit dem Versuch einer bloßen Absenkung der Bedingungen würden die Verleger auch in dieser Tarifrunde scheitern.“ (Hendrik Zörner) +++



Landgericht bestätigt: Aufwandsentschädigung für Konken rechtens

DJV-Bundesvorsitzender Michael KonkenBerlin, 27.03.2013 – Das Landgericht Bonn hat entschieden, kein Strafverfahren gegen den DJV-Bundesvorsitzenden Michael Konken zu eröffnen. Das ist gestern bekannt geworden. Der Deutsche Journalisten-Verband sieht sich durch die Entscheidung des Gerichts in seiner Rechtsauffassung bestätigt, dass die Aufwandsentschädigung für seinen ehrenamtlichen Vorsitzenden angemessen und satzungskonform ist. Die Regelung zur Aufwandsentschädigung galt auch schon für die Vorgänger des DJV-Bundesvorsitzenden Michael Konken. Zudem hatte der DJV- Verbandstag als oberstes Beschlussgremium die Berechtigung der Aufwandsentschädigung jährlich bestätigt.

Hintergrund: Die Staatsanwaltschaft Bonn hatte auf Basis der Anzeige eines einzelnen DJV-Mitglieds gegen den DJV-Bundesvorsitzenden Anklage erhoben, weil ihrer Auffassung nach eine Satzungsregelung fehlte, wonach eine Aufwandsentschädigung möglich sei. Das Landgericht ist der Auffassung der Staatsanwaltschaft nicht gefolgt, weil nach Überzeugung des Landgerichts die Aufwandsentschädigung angemessen ist und es auf das Fehlen einer Satzungsregelung nicht ankommt. Schon 2010 war ein früheres Ermittlungsverfahren gegen Konken von der Staatsanwaltschaft Bonn selbst eingestellt worden, weil der Vorwurf der Untreue unbegründet war.

Die stellvertretende Bundesvorsitzende Ulrike Kaiser äußerte sich erleichtert darüber, dass die engagierte Arbeit des Bundesvorsitzenden nicht länger von einem drohenden Strafprozess belastet ist: „Für uns war immer eindeutig, dass die Vorwürfe gegen den DJV-Bundesvorsitzenden völlig unberechtigt waren.“ +++



DJV fordert vom Bundesrat "NEIN" zum Leistungsschutzrecht

Berlin, 19.03.2013 – Der Deutsche Journalisten-Verband hat die Ministerpräsidenten der Länder aufgefordert, dem Leistungsschutzrecht der Presseverlage im Bundesrat die Zustimmung zu verweigern. In einem gleich lautenden Schreiben zahlreicher DJV-Landesverbände an ihre Landesregierungen werden die vom DJV befürchteten negativen Auswirkungen des Gesetzes insbesondere auf freie Journalisten betont. Kritik üben die DJV-Landesverbände vor allem an der fehlenden Klarheit des Gesetzes über die Kürze der Textbestandteile, die vom Leistungsschutzrecht ausgenommen blieben. Hier schaffe der Gesetzgeber Rechtsunsicherheit.

Ein erheblicher Mangel sei aber auch, dass die Freien die ihnen zustehende Beteiligung an den Erlösen aus dem Leistungsschutzrecht selbst gegenüber den Verlagen durchsetzen müssten, heißt es in dem Schreiben: „Dies widerspricht der Lebenswirklichkeit, die wir tagtäglich in den Redaktionen erleben und die sich bei früheren Gelegenheiten wie bei der Verhandlung über angemessene Honorare bei Tageszeitungen gezeigt haben.“ Die einzige Gewähr dagegen wären gesetzlich vorgeschriebene Verfahren, die durch eine Verwertungsgesellschaft durchgesetzt werden könnten.

„Ich fordere die Ministerpräsidenten auf, ihrer Verantwortung für die Urheber gerecht zu werden“, sagte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. „Kippen Sie im Bundesrat das Leistungsschutzrecht.“ Der Bundesrat wird sich auf seiner nächsten Sitzung am 23. März mit dem Gesetz befassen. +++



"Ein paar Leuchttürme aufbauen" - 6. Süddeutscher Journalistentag beim ZDF

Mainz, 16.03.2013 - "Statt am rettenden Ufer gemeinsam die Kräfte der Qualitätsjournalisten zu konzentrieren und damit ein paar Leuchttürme aufzubauen, verschwenden wir zu oft diese Kräfte, es allen recht zu machen. Und verlieren dabei, wie alle anderen die Orientierung in den Fluten". Der das am Ende seines Impulsreferates feststellte, war kein Geringer als Elmar Thevesen, stellvertretender Chefredakteur des ZDF. Es war ein gelungener Auftakt zum 6. Süddeutschen Journalistentag, zu dem immerhin rund 400 Journalisten überwiegend aus den veranstaltenden DJV-Landesverbänden Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz kamen.

Fragen über Fragen im Impuls von Elmar Theveßen. "Warum sonst sinken die Auflagen der Zeitungen, warum sonst haben die Nachrichten in allen Fernseh-Programmen in den letzten zehn Jahren 25 Prozent der Zuschauer insgesamt verloren und bis zu 50 Prozent der jüngeren Zuschauer. Warum sind immer mehr Menschen mit immer weniger Informationen, scheinbar jedenfalls, zufrieden. Angesichts der Vervielfältigung der Informationsmöglichkeiten in der immer komplexeren und komplizierteren Welt flieht der Bürger in noch vervielfältigtere Zerstreuungsmöglichkeiten. Und auch das ist durch die Massenmedien und die neuen Medien möglich". Selbstkritik von Theveßen folgt in den nächsten drei Minuten: "Und wir Journalisten, wir werfen uns freiwillig in diese unendlichen Meere, jagen Zuschauern, Lesern und Usern hinterher, um sie zu bekommen."

Journalisten sollen die Prozesse hinter den Ereignissen enthüllen, weil diese Ereignisse nur so verstehbar sind. Journalisten sollten besser, verständlicher, wortgewandter und platitüdenärmer texten. Journalisten sollten zu den großen Themen der Zeit die Splitter zu einem Gesamtbild zusammenfügen. Genug. Punkt. Schluss. Beifall. Elmar Theveßen hat es geschafft, dass über diesen erfrischenden Impuls mit Branchenbezug noch lange Zeit diskutiert wird.


(Fotos: Axel Häsler)

Im "Forum Lokales" ging es um die These: "Die Nachricht ist tot, es lebe der Hintergrundbericht!" Das klingt verwegen. Dennoch gilt für den redaktionellen Alltag bei lokalen und regionalen Tageszeitungen: "Am Anfang steht die Nachricht", auch wenn sie seit Erfindung des Rundfunks elektronisch gesteuert wesentlich rascher die Rezipienten erreicht denn auf Papier gedruckt. Dennoch folgten zahlreiche Kollegen dem Ruf: "Die Nachricht ist tot.", zu den beiden Foren darüber, wie sich Lokal- und Regionalzeitungen mit fundierter Berichterstattung profilieren können. Mit gesunder Neugier und gewitzt lässt sich das Alltägliche als Ereignis beschreiben. Es reicht nicht, neugierige, heimatverbundene und kompetente Journalisten einzustellen, denen keine Recherche zu viel ist. Die Zeit zur Recherche und zum Schreiben muss vorhanden sein. Schließlich müssen angestellte oder freiberuflich tätige Journalisten auskömmlich bezahlt werden.

Im "Forum Sport" drehte sich alles um Erfolge, Geld, Vermarktung - sowie um bessere soziale Anerkennung von Leistungssportlern. Quo vadis, Sportförderung? Wie verkrustet sind die Strukturen? Und wie groß ist der Funktionärsklüngel? Verwischen die Grenzen zwischen Sportförderung und Marketing, fragt der Landesvorsitzende und über Jahrzehnte erfahrene Sportjournalist und hessische DJV-Landesvorsitzende Uli Heuser seine Gesprächspartner. in der folgenden Dreiviertelstunde. Daniel Drepper, freier Reporter, der für das Rechercheressort der WAZ und als Blogger arbeitet und gerade ausgezeichnet worden ist, glaubt, dass die Abhängigkeit von spendenfinanziertem Journalismus, wie er ihn sich vorstellt, nicht größer sei als die Abhängigkeit bei Tageszeitungen, wo man auf die Anzeigen angewiesen sei. Imke Duplitzer, Olypia-Zweite im Fechten und Europameisterin, sieht die Grenzen im Sport seit der Wende in Deutschland stark verändert. "Früher war der Sport dazu instrumentalisiert worden, sich stark von der DDR abzusetzen, die da drüben die dopen immer alle, und wir machen das hier ehrlich und aufrichtig. Wir sind alle frei." Eike Schulz, der Sportjournalist vom ZDF mit reichlich Berufserfahrung - 27 Jahre, nachdem er erfolgreich an der Sporthochschule Köln studiert hat, kontert. Erstens: "Was läuft falsch, wenn 5,9 Prozent der befragten Sportler angeben, dass sie dopen, das wussten wir doch vorher." Sein Credo: "Sport kann nicht besser sein als es die Gesellschaft ist."

Im "Forum Netzpolitik" traten eine Reihe differenzierter Ansichten zutage. Mit gleichgesinnten vernetzen, auch in der Politik? Sinnvoll vermag das zu nutzen, wer um die Tücken von Facebok, Twitter und Co weiß. Welchen Quellenwert besitzen die Inhalte von Social Media? Zumindest für Journalisten können diese nicht mehr bedeuten als mögliche Impulse zu Recherchen. Handelt es sich doch dabei keineswegs um neue Quellen, vielmehr um neue Plattformen, Möglichkeiten der Kommunikation. Das wissen auch erfahrene Politiker wie Tarek Al-Wazir, medienpolitischer Sprecher der Grünen in Hessen, und Julia Glöckner, die Landes- und Fraktionsvorsitzende der CDU in Rheinland Pfalz. Nicht zu vergessen in dieser Runde der Rechtsanwalt Markus Kompa als Vertreter der Partei Die Piraten, der einigen Gegenwind zu ertragen hatte.


(Fotos: Wolfgang Kühnert)

Die eintägige "Fachkonferenz" bot viele Facetten und Informationen der journalistischen Arbeit: für die einen als Anregung, für die anderen als Vorbild. Das ZDF erwies sich als ein guter Veranstaltungsort, wenngleich die Geräuschkulisse beim Forum 1 (Eingangshalle) mitunter Hörprobleme bereitete. Sehr gut besucht waren aber auch die parallel veranstalteten Workshops mit Tips zur Existenzgründung (Wolfgang Kiesel) und über die Suche nach neuen beruflichen Zielen (Rolf Skrypzak). Manchen Besuchern hat ein Schwerpunkt zum Thema "online" gefehlt, wenngleich dieses in all den Foren irgendwie doch immer unschwellig präsent war. Als Trost: Die DJV-Fachkonferenz "besser online 2013" findet am 14. September ebenfalls beim ZDF in Mainz statt.

(Autoren der Berichte: Wolfgang Marr und Uli Oertel, Kurzfassung: Martin Angelstein)

Die ausführlichen Berichte vom 6. Süddeutschen Journalistentag lesen Sie in der Ausgabe 1 "blickpunkt Hessen/Thüringen" vom März 2013


DJV gegen Aushöhlung der Print-Tarifverträge

Berlin, 14.03.2013 – Der Deutsche Journalisten-Verband hat die deutschen Zeitungsverleger aufgefordert, sich aktiv für den Erhalt der Flächentarifverträge einzusetzen. „Der Qualitätsjournalismus braucht einen klaren Rahmen für einheitliche Arbeits- und Einkommensbedingungen für die rund 14.000 Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen“, sagte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. „Wenn einzelne Verlage das Tarifgefüge ignorieren und auf Dumping-Konditionen setzen, schaden sie nicht nur dem Journalismus, sondern auch ihrem Geschäftsmodell.“ Es sei beispielsweise skandalös, dass die Magdeburger Volksstimme zur Umgehung der Tarifverträge ihre Beschäftigten in Mini-GmbH’s verlagere und die Teilnahme des DJV-Landesvorsitzenden von Sachsen-Anhalt an einer Betriebsratssitzung durch einen Sicherheitsdienst verhindere. „Das sind kaufmännische Wildwest-Methoden, die in krassem Gegensatz zur Tarifpartnerschaft stehen.“

Um Erhalt und Ausbau der Flächentarifverträge wird es in den Tarifverhandlungen für die Zeitungs- und Zeitschriftenjournalisten in diesem Jahr gehen. Es müsse gelingen, sagte Konken, die Tarifverträge zu erneuern und sie in den Verlagen wieder stärker zu verankern. Die Regelwerke müssten den zum Teil rasanten Veränderungen in der Medienwelt angepasst werden. Die Bezahlung von fest angestellten und freien Mitarbeitern der Verlage müsse den steigenden Leistungsanforderungen gerecht werden. Konken: „Wir erwarten einen spürbaren Einkommenszuwachs der Journalistinnen und Journalisten.“

Über die Tarifforderungen im Einzelnen wird der DJV-Gesamtvorstand als Große Tarifkommission Mitte April beschließen. +++



Bundeskartellamt genehmigt FR-Übernahme durch FAZ - DJV begrüßt Entscheidung

FRANKFURT/M. 27.02.2013  Der Deutsche Journalisten-Verband hat die Zustimmung des Bundeskartellamtes (Berlin) zur Übernahme der Frankfurter Rundschau durch die FAZ begrüßt. Es ist gut, dass es den Traditionstitel Frankfurter Rundschau weiter geben wird, sagte heute DJV- Bundesvorsitzender Michael Konken. Er appellierte an die Geschäftsführung der Frankfurter Allgemeinen, so viele redaktionelle Arbeitsplätze wie möglich bei der FR zu sichern. Tagesaktueller Qualitätsjournalismus erfordere eine ausreichende Anzahl an Journalistinnen und Journalisten. Das FAZ-Management müsse dafür sorgen, dass externe journalistische Dienstleister auch weiterhin für die Frankfurter Rundschau arbeiten.

Das Weitererscheinen der FR dürfe nicht darüber hinwegtäuschen, dass die berufliche Zukunft von zahlreichen ehemaligen Beschäftigten ungewiss sei, sagte der DJV-Vorsitzende. Die beiden früheren Eigentümer M. DuMont Schauberg und DDVG seien auch nach dem Spruch der Kartellwächter in der Verantwortung für die Mitarbeiter, die nicht von der FAZ übernommen würden. Die Transfergesellschaft für die ehemaligen FR-Mitarbeiter muss für einen längeren Zeitraum als nur sechs Monate angelegt werden, sagte Konken. Das sind die ehemaligen Eigentümer den Mitarbeitern schuldig.

Somit erscheinen die großen Frankfurter Tageszeitungen künftig unter einem Dach: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Frankfurter Rundschau und Frankfurter Neue Presse gehören nun dem Mehrheitseigentümer Fazit-Stiftung. Bisher gehörte die Rundschau dem Verlag DuMont Schauberg, der SPD-Beteiligungsgesellschaft DDVG und der Karl-Gerold-Stiftung. Allerdings werden von den über 450 Kollegen in Redaktion und Druckzentrum mit knapp 30 von der FAZ übernommen. +++



Jetzt nur noch die "FAZ" als „FR“-Übernehmer? Stillegung der Druckerei?
DJV bietet Mitgliedern in FR Rechsberatung an – auch Gesprächsabend am 08. März


FRANKFURT/M 22.02.2013 Die „FR“-Druckerei wird wohl stillgelegt. Das scheint die Konsequenz aus Informationen, die es vom FR-Insolvenzverwalter Frank Schmitt für die "FR"-Mitarbeiter gab. Danach hat der Gläubigerausschuss das Angebot des türkischen Verlegers Burak Akbay abgelehnt, teilte Schmitt der Belegschaft in einem Rundschreiben mit. Die Konsequenz lautet: das Druckzentrum wird stillgelegt.

In der Mitarbeiter-Information heißt es wörtlich: „Die Gläubiger zweifeln an der Tragfähigkeit des Unternehmenskonzeptes. Zweitens ist der Kaufpreis weiterhin deutlich zu niedrig. Drittens reichen die angebotenen Sicherheiten für die Kaufpreiszahlung nicht aus. Und schließlich viertens habe Estetik für das Angebot Voraussetzungen formuliert, die beim DuV überhaupt nicht mehr gegeben sind. Damit bleibt als einzige mögliche Erwerberin die Frankfurter Allgemeine Zeitung/Frankfurter Societät übrig“.

Nach Meinung von Fachleuten hängt jetzt alles am Kartellamt. Aber ob die „FAZ“ zum Zuge kommt, gilt als „unsicher“, denn ihr Übernahmeangebot wird derzeit vom Bundeskartellamt geprüft. Eine Übernahme wäre nur als „Sanierungsfusion“ für den Fall eines fehlenden „ernsthaften alternativen Erwerbers" möglich. Dazu Insolvenzverwalter Schmitt: „Lehnt das Kartellamt eine Übernahme ab, bin ich gezwungen, die Verlagstätigkeit zum ende des Monats Februar einzustellen. Für den Monat März verbliebe dann nur noch der Druckauftrag des Handelsblatts“.

Für den Fall, dass die Behörde als grünes Licht zur Übernahme durch die "FAZ" gibt, will diese laut "FR"-Betriebsrat allerdings nur 28 Mitarbeiter aus der Redaktion übernehmen und den Titel weiterführen, an der Druckerei besteht kein Interesse. Das Druck- und Verlagshaus Frankfurt hat aber 450 Beschäftigte. Konkret bedeutet das: etwa 400 Menschen werden arbeitslos bzw. mit ungewisser Zukunft in eine zu bildende Transfergesellschaft übernommen. Viele haben inzwischen auch ihre Kündigungen erhalten.

Der Deutsche Journalistenverband (DJV) hat den betroffenen FR-Journalisten (und DJV-Mitgliedern) Unterstützung und arbeitsrechtliche Beratung angeboten. Die ersten Termine wurden bereits vereinbart.

Gesprächsabend am 08. März für Kollegen von FR, PDF und DuMont

In diesem Zusammenhang verweist die DJV Geschäftsstelle auf einen Gesprächsabend für die DJV-Mitglieder bei der FR, PDF und DuMont. Weil es sicher zu sein scheint, dass in der Folge einige über die eigene berufliche Zukunft nachdenken werden bzw. müssen, will der DJV ganz pragmatisch einen Anstoß geben. Er lädt zu einer Veranstaltung ein mit dem Thema: "Tips für den Plan B – Im Bermudadreieck zwischen Arbeitsamt, Finanzamt, und Künstlersozialversicherung –der Arbeitsmarkt, ein Korb voller Beschäftigungsformen und Existenzgründung und –sicherung". Stattfinden wird das Treffen am Freitag, den 8.3.2013 im Foyer des Depots. Los geht es um spätestens 19.15 Uhr. Durch die Themen führt Wolfgang Kiesel, erfahrener Kollege, Berater in beruflichen Dingen und Buchautor einschlägiger Schriften. „Nach der Veranstaltung erhaltet Ihr zahlreiche Unterlagen als pdf-Datei. Ihr seid uns alle willkommen - die gesamte Redaktion“ heißt es in der Einladung (ma). +++




Eindringlicher Appell an FR-Gesellschafter – „Nicht klammheimlich davonstehlen“

FRANKFURT 19.02.2013 Etwa 200 Mitarbeiter des Druck- und Verlagshauses Frankfurt am Main, Gewerkschafter und Leser der Frankfurter Rundschau haben am heutigen Dienstagnachmittag gegen die drohende Entlassung eines Großteils der FR-Belegschaft protestiert. Auf der von der Gewerkschaft ver.di einberufenen Kundgebung vor dem Verlagshaus in Sachsenhausen forderten sie die Hauptgesellschafter der insolventen FR, die Mediengruppe DuMont Schauberg (MDS) und die SPD-Medienholding DDVG auf, ihrer sozialen Verantwortung nachzukommen. Mehr als 400 Beschäftigten aus Druckerei, Verlag und Redaktion droht die Kündigung.

Die Zeitung selbst soll weiter erscheinen. Das Bundeskartellamt prüft derzeit eine Übernahme der FR durch die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ). Diese möchte die Zeitung nach eigenem Bekunden im bisherigen Umfang und mit ihrer linksliberalen Ausrichtung erhalten. Außerdem hat der türkische Verleger Burak Akbay ein Kaufangebot vorgelegt..

„Es ist empörend, mit welcher Hartleibigkeit sich die Gesellschafter gegenüber unseren Forderungen für eine sozialverträgliche Lösung verhalten“, sagte der Betriebsratsvorsitzende Marcel Bathis. „Daran können auch sechs Monate Transfergesellschaft nichts mehr ändern.“ Angemessen für den jahrzehntelangen Einsatz der Belegschaft seien eine zwölfmonatige Transfergesellschaft und ein Sozialplan mit einem Volumen von zehn Millionen Euro.

Wie Manfred Moos vom Verdi-Fachbereich Medien in Hessen kritisierte, hätten MDS und DDVG aber jede Bereitschaft verneint, „weitere Mittel für die Belegschaft zu investieren“. Betriebsrat und Gewerkschafter bekräftigten daher ihre Forderung an die Gesellschafter, wenigstens den Insolvenz-Sozialplan vorzufinanzieren. Andernfalls müssten die von Kündigung Betroffenen Jahre warten, ehe sie aus der Insolvenzmasse Abfindungen ausgezahlt bekämen. „Vorgesehen sind 500 Euro pro Beschäftigungsjahr“, so Marcel Bathis.



Er verlas zudem ein Grußwort von Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD), der sich der Verdi-Forderung anschließt und „dort, wo die Stadt Ihnen helfen kann“, Unterstützung zusichert. Feldmann äußerte Bedauern und Respekt für die „kämpferische Belegschaft“ und die Hoffnung, dass zumindest die Zeitung erhalten bleibe. „Für die Pressevielfalt in unserer Stadt wäre dies ein wichtiges Ergebnis.“

Der stellvertretende Bundesvorsitzende des Deutschen Journalistenverbandes (DJV), Michael Anger, überbrachte eine Solidaritätsadresse von den über 37.000 Mitgliedern der größten Journalistengewerkschaft der Welt. „Mein Dank geht an den FR-Betriebsrat und an ver.di dafür, dass sie mit solchen Kundgebungen dafür sorgen, dass sich die Gesellschafter nicht klammheimlich davonstehlen können.“ Und wörtlich fügte Anger an: „Ich wünsche mir, dass die Frankfurter Rundschau bestehen bleibt.“

Auch der DGB-Kreisvorsitzende Harald Fiedler, die Betriebsräte anderer MDS-Zeitungen und der Frankfurter Societät sowie die Linkspartei drückten ihre Solidarität mit der FR-Belegschaft aus. Leser der FR unterstützten mit Transparenten ihre „unentbehrliche, unersetzliche Tageszeitung“. Die Unterstützung der Menschen in Frankfurt und der Rhein-Main-Region für die „Frankfurter Rundschau“ ungebrochen. In den vergangenen Wochen haben Leser rund 3.000 Solidaritäts-Abonnements abgeschlossen (Marie-Sophie Adeoso / FR)




Bilder: Christoph Boeckheler


Relativiert Bundesinnenministerium die Pressefreiheit? Fall vor BVG

Berlin 15.02.2013 Der Deutsche Journalisten-Verband kritisiert das Bestreben des Bundesinnenministers, die Pressefreiheit in Deutschland weiter zu relativieren. Das Ministerium will offenbar durchsetzen, dass Journalisten gegenüber Bundesbehörden in Zukunft kein Auskunftsrecht mehr haben. Dieser Anspruch ist in den Landespressegesetzen geregelt.

Bisher waren Bundesbehörden daran gebunden. Der beim Bundesinnenminister angesiedelte „Vertreter des Bundesinteresses“ vertritt jetzt die Meinung, dass Bundesbehörden nicht zur Auskunft an die Presse nach den Landespressegesetzen verpflichtet sind. Auf eine parlamentarische Anfrage zum Rechtsanspruch der Journalisten auf Auskunft, distanzierte sich das Bundesinnenministerium nicht von dieser Rechtsauffassung und verwies lediglich auf allgemeine Ansprüche nach dem Informationsfreiheitsgesetz.

DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken betonte: „Der Bundesinnenminister muss seine Haltung korrigieren.“ Sie basiere auf einer eigenwilligen Auslegung der Gesetzeslage zur Auskunftspflicht. „Es wäre völlig inakzeptabel, wenn es künftig vom Gutdünken einer Bundesbehörde abhängt, ob und wann welche Journalisten Auskunft von Bundesbehörden bekommen.“ Konken verwies auf das Spiegel-Urteil des Bundesverfassungsgerichts, wonach Auskunftspflichten der öffentlichen Behörden als prinzipielle Folgerungen aus der Pressefreiheit zu beachten seien. Artikel 5 des Grundgesetzes schütze das Recht der Journalisten auf Information auch durch Bundesbehörden. Eines Verweises auf Landesrecht bedürfe es daher nicht. „Gegenüber Bundesbehörden kann der Auskunftsanspruch auch direkt aus dem Grundgesetz abgeleitet werden. Das verkennt der Bundesinnenminister“, sagte Konken.

Hintergrund der geänderten Rechtsauffassung des Bundesinnenministers: Ein Journalist hatte beim BND angefragt, wie viele Mitarbeiter eine nationalsozialistische Vergangenheit haben. Die Antwort wurde ihm nicht gegeben. Er klagte und nun muss das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig urteilen (Aktenzeichen 6 A 2.12). Über den Vertreter des Bundesinteresses beim Verwaltungsgericht (VBI) ist das Bundesinnenministerium an dem Fall beteiligt. Am nächsten Mittwoch wird der Fall beim Bundesverwaltungsgericht mündlich verhandelt. Der DJV unterstützt den Kläger.


Scharfe Kritik des DJV Hessen an Durchsuchungen bei 8 Fotografen

WIESBADEN 07.02.2013 Der Landesverband Hessen des Deutschen Journalistenverbandes (DJV Hessen) kritisiert das Vorgehen der Ermittlungsbehörden im Zusammenhang mit den gestrigen Durchsuchungen bei Pressefotografen in aller Schärfe.

Insgesamt wurden die Wohnungen von acht freien Fotografen, davon einem aus Frankfurt/Main, durchsucht, um an mögliche Fotos von einer Attacke gegen einen Polizisten bei einer Demonstration zu gelangen. Diese in Hessen initiierten bundesweiten Razzien und Beschlagnahmen untergraben nach Meinung des DJV Hessen das Grundrecht auf Pressefreiheit. Nach Einschätzung des Verbandes - der in Hessen über 2.700 hauptberuflichen Wort- und Bildjournalisten vertritt - könnten die Maßnahmen einen Verstoß gegen das in der Strafprozessordnung verankerte Zeugnisverweigerungsrecht (§ 53 StPO) und Beschlagnahmeverbot (§ 97 StPO) sowie gegen Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts bedeuten.

Das hatte bereits 2007 im Cicero-Urteil festgestellt, dass Durchsuchungen bei Journalisten nur dann statthaft sind, wenn sie selbst nachweislich eine Straftat begangen haben. "Solche einschüchternden Eingriffe in die Pressefreiheit werden wir auf keinen Fall dulden", sagte Hans U. Heuser, Vorsitzender des DJV-Hessen in Wiesbaden. "Wir fordern Erklärungen der Sicherheitsbehörden und verlangen von der zuständigen Dienststelle kurzfristig darüber aufzuklären, wie es zu den Durchsuchungen kommen konnte."

Da den Behörden spätestens jetzt bekannt ist, dass die Fotografen in ihrer Eigenschaft als Presseangehörige bei der betreffenden Demonstration anwesend waren, sieht der DJV Hessen keine rechtliche Grundlage für die Einbehaltung oder gar Auswertung der beschlagnahmten Daten und Datenträger. Gefordert werde deshalb deren unverzügliche Herausgabe an die Eigentümer und die unwiderrufliche Vernichtung sämtlicher Kopien in Hand der Behörden (red). +++



"Eckpfeiler" - DJV steht zum Erhalt der Flächentarifverträge


Berlin, 7.02.2013 . – Der Deutsche Journalisten-Verband hat sein Ziel bekräftigt, die Flächentarifverträge der Zeitungs- und Zeitschriftenverlage zu erhalten und auszubauen. „Unterschiedliche Einkommens- und Arbeitsbedingungen für Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen und Zeitschriften lehnen wir auch weiterhin ab“, erklärte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. Es sei nicht nachvollziehbar, Journalisten für die gleiche Arbeit ungleich zu bezahlen. Auch die Zahl der Urlaubstage könne nicht im Süden der Republik anders ausfallen als im Norden.

Das Bekenntnis des DJV zu den Flächentarifverträgen für die rund 14.000 Zeitungs- und die 9.000 Zeitschriftenredakteure nannte Konken einen „Eckpfeiler“ in der Tarifrunde 2013. Es müsse gelingen, die Tarifverträge zu erneuern und sie in den Verlagen wieder stärker zu verankern. Die Regelwerke müssten den zum Teil rasanten Veränderungen in der Medienwelt angepasst werden. Er hoffe darauf, in den Tarifverhandlungen ab Sommer 2013 auf Verleger zu treffen, die zu den Flächentarifverträgen und zu angemessenen Bedingungen für Redakteurinnen und Redakteure stehen.

Für die Tarifverhandlungen kündigte Konken an, dass der DJV für einen spürbaren Einkommenszuwachs der Journalistinnen und Journalisten kämpfen werde. „Für Bescheidenheit gibt es keinen Grund. Unsere Kolleginnen und Kollegen dürfen beim Gehalt nicht abgehängt werden.“

Seine Tarifforderungen wird der DJV-Gesamtvorstand als Große Tarifkommission Mitte April beschließen. +++



DJV fordert: Die Arbeitsplätze bei der FR erhalten!



Berlin, 30.01.2013
  Der Deutsche Journalisten-Verband hat den vorläufigen Insolvenzverwalter und die Gesellschafter der FR aufgefordert, bei den weiteren Verhandlungen mit den beiden Kaufinteressenten möglichst viele der 400 Arbeitsplätze zu erhalten. Sowohl mit dem deutschen Investor, der die FAZ sein dürfte, als auch mit dem türkischen Medienhaus Estetik Yayincilik müsse dringend nachverhandelt werden. Beide haben ein Übernahmeangebot für die zahlungsunfähige „Frankfurter Rundschau“ vorgelegt, wie der Insolvenzverwalter heute in einer Betriebsversammlung mitgeteilt hat.

Das Angebot des türkischen Medienhauses umfasst neben dem Verlag auch die Druckerei, sei dem Insolvenzverwalter zufolge aber unzureichend. Für die Nachverhandlungen haben die Verantwortlichen nun noch bis Ende Februar Zeit, weil die Gesellschafter die zur Fortführung des Geschäftsbetriebs erforderlichen Mittel frei gegeben haben.

„Es muss jetzt alles getan werden um zu verhindern, dass 95 Prozent der Belegschaft ihren Job verliert", betonte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. „Zudem fordern wir die FR-Gesellschafter dringend auf, die Mini- Abfindungen nach dem Insolvenzrecht für die Kolleginnen und Kollegen, deren Arbeitsplätze nicht zu erhalten sind, angemessen aufzustocken.“ +++




"Gute journalistische Arbeit hat ihren Preis - auch in 2013"
Grußbotschaft des DJV-Vorsitzenden Michael Konken zu Weihnachten und Jahreswechsel

 

DJV-Bundesvorsitzender Michael KonkenBerlin, 20.12.2012  Mit einer Grußbotschaft zum Weihnachtsfest und zum Jahreswechsel hat sich DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken an die Mitglieder des Deutschen Journalisten-Verbands gewandt. In seinem Weihnachtsbrief erinnerte Konken an die aktuellen Probleme bei mehreren Medien, darunter Frankfurter Rundschau, FTD und dapd. An die Adresse der dort beschäftigten Journalistinnen und Journalisten gerichtet, sagte er: „Sie alle machen jetzt eine schwere Zeit durch, eine Zeit der Sorgen und der Ungewissheit. Ihnen gilt wie noch nie zuvor die Solidarität des Deutschen Journalisten-Verbandes und seiner 38.000 Mitglieder. Ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen, dass es für Sie so schnell wie möglich wieder eine Perspektive im Journalismus gibt.“

Nicht die Beliebtheit gedruckter Medien lasse nach, wohl aber die Bereitschaft zum Kauf oder zum Abonnement. „Wir haben über die Finanzierung von Qualitätsjournalismus zu reden. Wir müssen intensiv darüber nachdenken, ob die Kopplung von redaktionellen Arbeitsplätzen und Honoraretats von Freien an Anzeigenaufkommen und verkaufte Auflage auch zukünftig das richtige Rezept ist, um dem Journalismus seine Rolle als vierte Gewalt im Staate dauerhaft zu sichern.“

Als wichtigstes Ereignis des nächsten Jahres bezeichnete der DJV-Vorsitzende die Tarifverhandlungen mit den Zeitungs- und Zeitschriftenverlegern: „Der DJV wird sich 2013 für den Fortbestand der Flächentarifverträge einsetzen und für angemessene Gehälter und Honorare streiten.“ Denn: „Gute journalistische Arbeit hat ihren Preis.“ Er hoffe, dass das Jahr 2013 sichere Arbeitsplätze mit sich bringe und neue schaffe. +++



In eigener Sache: Anklage gegen DJV-Chef Konken "ungerechtfertigt"

 

Berlin, 30.11.2012  Der Deutsche Journalisten-Verband ist davon überzeugt, dass die Zahlung einer Aufwandsentschädigung für seinen ehrenamtlichen Bundesvorsitzenden angemessen, satzungskonform und üblich ist. Der DJV weist darauf hin, dass die Berichterstattung einzelner Medien über eine Strafanzeige gegen den DJV- Bundesvorsitzenden Michael Konken einen falschen Eindruck über die Rechtmäßigkeit von Aufwandsentschädigungen erweckt.

Zutreffend ist, dass die Staatsanwaltschaft Bonn gegen den DJV- Bundesvorsitzenden Anklage erhoben hat wegen des Verdachts der Untreue. Konken soll, so die Staatsanwaltschaft, zwischen dem 1. September 2010 und dem 18. Juli 2011 zu Unrecht monatliche Zahlungen des Verbandes erhalten haben. Dadurch sei das Vermögen des DJV gemindert worden. Der ehrenamtlich tätige DJV-Vorsitzende erhält nach der Satzung des Deutschen Journalisten-Verbandes eine Aufwandsentschädigung. „Das ist weder ein Gehalt noch eine Lex Konken, sondern eine Regelung, mit der auch schon seine Vorgänger für großen Zeitaufwand und Verdienstausfall entschädigt wurden, der ihnen aus dem Einsatz für den DJV entstanden ist“, sagte DJV-Hauptgeschäftsführer Kajo Döhring. Dies habe der DJV- Verbandstag als oberstes Beschlussgremium im Rahmen des Etats regelmäßig bestätigt.

Bereits im Jahr 2010 wurde ein früheres Ermittlungsverfahren gegen Konken von der Staatsanwaltschaft Bonn eingestellt, weil der Vorwurf der Untreue unbegründet sei. Das aktuelle Verfahren bezieht sich auf den Zeitraum zwischen der Einstellung des ersten Verfahrens und der Eintragung der geänderten DJV-Satzung beim Registergericht Berlin. Zur Begründung zieht die Staatsanwaltschaft Bonn ein Urteil des Bundesgerichtshofs heran, das sich auf gemeinnützige Vereine bezieht. „Da der DJV nicht gemeinnützig ist, kann ich die Rechtsauffassung der Staatsanwaltschaft nur als abenteuerlich bezeichnen“, sagte Döhring. Mit der Eintragung der DJV-Satzung ins Vereinsregister habe sich am Sachverhalt der Aufwandsentschädigungen nichts geändert.

Die stellvertretende DJV-Bundesvorsitzende Ulrike Kaiser wies darauf hin, dass die Anzeige im Übrigen nicht von Mitarbeitern des DJV, wie falsch berichtet worden war, sondern von einem einzigen Mitglied erstattet worden sei. Kaiser: „Ich weiß, dass die Vorwürfe gegen unseren Vorsitzenden vollkommen haltlos sind, und gehe davon aus, dass dies auch im weiteren Verfahren deutlich wird.“

Der hessische DJV-Landesvorsitzende Hans-Ulrich Heuser betonte, dass sich hoffentlich bald die Vorwürfe als "ungerechtfertigt" herausstellten. Im übrigen sei festzuhalten, dass die Anklage noch nicht von einem Gericht zugelassen wurde und es auch sein könnte, dass diese abgelehnt wird. (red/ma) +++

 

 

VIDEO von Preisverleihung des PresseFoto Hessen-Thüringen 2012: "Im Rausch der Tiefe"



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Wiesbaden, 29.11.2012 Der beste Schnappschuss und für die Jury einstimmig zum besten Foto des DJV- Wettbewerbs gekürt wurde Im Rausch der Tiefe"  ein Bild, bei dem alles stimmt". Jens Meyer, freier Fotograf aus Erfurt, war zur rechten Zeit am rechten Ort.

Als Angela Merkel bei ihrem Stralsund-Besuch im Mai 2011 das Oceaneum dem Delegations-Tross vorwegspurtete, machte es bei Meyer klick". Kennt man die Geschichte dahinter, eröffnen sich mehr und mehr mögliche Interpretationen  und das bei einer der meistfotografierten Persönlichkeiten der Gegenwart.

Der Wettbewerb fand 2012 bereits zum sechsten Mal statt. Sehen Sie dazu einen VIDEO-Bericht von Anna Medlin (Fulda). +++

 

 

"Im Rausch der Tiefe" gewann PresseFoto Hessen-Thüringen - Siegerehrung im Landtag



Wiesbaden, 29.11.2012  Der beste Schnappschuss und für die Jury einstimmig zum besten Foto des DJV- Wettbewerbs gekürt wurde „Im Rausch der Tiefe" – ein Bild, bei dem „alles stimmt". Jens Meyer, freier Fotograf aus Erfurt, war zur rechten Zeit am rechten Ort. Als Angela Merkel bei ihrem Stralsund-Besuch im Mai 2011 das Oceaneum dem Delegations-Tross vorwegspurtete, machte es bei Meyer „klick". Kennt man die Geschichte dahinter, eröffnen sich mehr und mehr mögliche Interpretationen – und das bei einer der meistfotografierten Persönlichkeiten der Gegenwart. Schon 2009 hatte Meyer den mit 2.000 Euro dotierten Preis gewonnen.


Der Wettbewerb fand 2012 bereits zum sechsten Mal statt und steht unter der Schirmherrschaft der Thüringer Landtagspräsidentin, Birgit Diezel, und des Hessischen Landtagspräsidenten, Norbert Kartmann. Hauptsponsor des Fotowettbewerbs ist die Sparkassen-Finanzgruppe Hessen-Thüringen. Unterstützt werden die beiden veranstaltenden DJV-Landesverbände durch die DKV Deutsche Krankenversicherung AG und die DJV-Verlags- und Service GmbH sowie Ullrich Isselbächer. Begleitend zum Wettbewerb wird eine Wanderausstellung mit den preisgekrönten Fotos und weiteren herausragenden Bildern gezeigt. Sie ist vom 30.11.2012 bis 14.12.2012 im Hessischen Landtag in Wiesbaden zu sehen, danach u.a. in Mühlhausen, Erfurt und Berlin.



An dem zum sechsten Mal ausgeschriebenen Wettbewerb beteiligten sich 55 hauptberufliche Journalistinnen und Journalisten aus Hessen und Thüringen, die fast 600 Fotos einreichten. Der Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft der Thüringer Landtagspräsidentin, Birgit Diezel, und des Hessischen Landtagspräsidenten, Norbert Kartmann. Hauptsponsor des Fotowettbewerbs ist die Sparkassen-Finanzgruppe Hessen-Thüringen. Unterstützt werden die beiden veranstaltenden DJV-Landesverbände durch die DKV Deutsche Krankenversicherung AG und die DJV-Verlags- und Service GmbH sowie Ullrich Isselbächer.

Begleitend zum Wettbewerb wird eine Wanderausstellung mit den preisgekrönten Fotos und weiteren herausragenden Bildern gezeigt. Sie ist vom 30.11.2012 bis 14.12.2012 im Hessischen Landtag in Wiesbaden zu sehen.+++





Jens MEYER ist Sieger bei PresseFoto Hessen-Thüringen 2012


Wiesbaden, 29.11.2012 – Jens Meyer, freier Journalist aus Erfurt, ist Sieger des Wettbewerbs „PresseFoto Hessen-Thüringen 2012“. Sein Foto „Im Rausch der Tiefe“ beeindruckte die elf renommierten Jurymitglieder am meisten. Auf ihm läuft Bundeskanzlerin Angela Merkel vor einem riesigen Aquarium im Ozeaneum in Stralsund. Jens Meyer arbeitet überwiegend für AP und erhält den mit 2.000 € dotierten Preis „Foto des Jahres 2012“ – gestiftet von der Sparkassen-Finanzgruppe Hessen-Thüringen – heute im Hessischen Landtag in Wiesbaden.
Download Foto: http://www.msb-komm.de/druckdaten/PresseFoto_FotoDesJahres.zip



Die veranstaltenden Landesverbände Hessen und Thüringen des Deutschen Journalisten- Verbandes (DJV) vergaben heute Nachmittag im Medienraum des Hessischen Landtags (Wiesbaden) weitere Preise und Anerkennungen in sieben Kategorien.

Die „Beste Serie“ kommt von Alexander Hassenstein, Redakteur Getty Images. Seine Bilder sind während der Olympischen Spiele in London entstanden und zeigen Hammerwerferin Betty Heidler beim Warten auf die Juryentscheidung, ob ihr letzter Wurf gültig war. Der Preis in Höhe von 1.000 € wird gestiftet von der DKV Deutsche Krankenversicherung AG.
Download: http://www.msb-komm.de/druckdaten/PresseFoto_Gewinner_BesteSerie.zip

Ebenfalls 1.000 € gibt es für den Preis in der Kategorie „Sonderthema: Aktiv Altern“. Gewonnen hat ihn der aus Frankfurt am Main stammende freie Journalist Frank Rumpenhorst mit seinem Foto „Glück ist jetzt“. Mitglieder des Lachclubs „Glück-ist-jetzt“ treffen sich einmal in der Woche zum Lachyoga. Den Preis stiftet die Sparkassen-Finanzgruppe Hessen- Thüringen.
Download Foto: http://www.msb-komm.de/druckdaten/PresseFoto_Gewinner_Sonderthema.zip

Sieger in der Kategorie „Menschen & Momente“ ist der dpa-Redakteur Arne Dedert aus Frankfurt am Main. Er wird für sein Foto „Guten Appetit“ mit einem Preisgeld in Höhe von 500 € geehrt - gestiftet von der DKV Deutsche Krankenversicherung AG.
Download Foto: http://www.msb-komm.de/druckdaten/PresseFoto_Gewinner_MenschenUndMomente.zip

Der aus Langenselbold stammende freie Journalist Axel Häsler ist der Sieger in der Kategorie „Sport & Freizeit“. Er erhält das Preisgeld von 500 € - gestiftet von den DJV- Landesverbänden in Hessen und Thüringen – für sein Foto „Nudistenschach“.
Download Foto: http://www.msb-komm.de/druckdaten/PresseFoto_Gewinner_SportUndFreizeit.zip

Arne Dedert, dpa-Redakteur aus Frankfurt am Main, gewann auch die Kategorie „Kultur & Gesellschaft“. Für den Schnappschuss „Time Drifts“ gibt es eine Kamera, gestiftet von Herrn Ullrich Isselbächer.
Download Foto: http://www.msb-komm.de/druckdaten/PresseFoto_Gewinner_KulturUndGesellschaft.zip

In der Kategorie „Umwelt & Natur“ geht das Preisgeld von 500 € - gestiftet von der DJV- Verlags- und Service GmbH – an Malte Glotz aus Frankenberg, der als Redakteur für die Frankenberger Zeitung tätig ist. Sein Foto „Begegnung auf dem Sportplatz“ überzeugte die Jury am meisten.
Download Foto: http://www.msb-komm.de/druckdaten/PresseFoto_Gewinner_UmweltUndNatur.zip

Das beste Foto in der Kategorie „Technik & Verkehr“ gelang nach Ansicht der Jury der freien Journalistin Cornelia Georg aus Offenbach am Main. Für ihr Foto „Feuerwerk“ gibt es ebenfalls 500 € - gestiftet von der DJV-Verlags- und Service GmbH.
Download Foto: http://www.msb-komm.de/druckdaten/PresseFoto_Gewinner_TechnikUndVerkehr.zip


Die Jury sprach folgende Anerkennungen aus:

Technik & Verkehr
Marco Kneise, Redakteur Thüringer Allgemeine, für sein Bild „Hochspannungsleitungsartist“
Frank Rumpenhorst, freier Journalist, für sein Bild „Teststrecke“
Umwelt & Natur
Jens Meyer, freier Journalist, für sein Bild „Startplatz“
Jens Meyer, freier Journalist, für sein Bild „Adam vom Feisastern“
Sport & Freizeit
Thomas Lohnes, Redakteur dapd, für sein Bild „Eisklettern“
Bastian Frank, freier Journalist, für sein Bild „Nieder-Lage“
Kultur & Gesellschaft
Roland Obst, Redakteur Thüringer Allgemeine, für sein Bild „Warten auf den Einsatz“
Rolf Skrypzak, freier Journalist, für sein Bild „Trennungslinien“
Menschen & Momente
Ilona Surrey, freie Journalistin, für ihr Bild „Dialog“
Boris Roessler, Redakteur dpa, für sein Bild „Gestochen scharf“
Sonderthema: Aktiv altern
Jens-Ulrich Koch, freier Journalist, für sein Bild „Kommunikationsexpertin“
Sascha Fromm, Redakteur Thüringer Allgemeine, für sein Bild „Geschafft“
Beste Serie
Boris Roessler, Redakteur dpa, für seine Serie „Storchentage“
Alfred Harder, freier Journalist, für seine Serie „Aussprache“.

An dem zum sechsten Mal ausgeschriebenen Wettbewerb beteiligten sich 55 hauptberufliche Journalistinnen und Journalisten aus Hessen und Thüringen, die fast 600 Fotos einreichten. Der Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft der Thüringer Landtagspräsidentin, Birgit Diezel, und des Hessischen Landtagspräsidenten, Norbert Kartmann.

Hauptsponsor des Fotowettbewerbs ist die Sparkassen-Finanzgruppe Hessen-Thüringen. Unterstützt werden die beiden veranstaltenden DJV-Landesverbände durch die DKV Deutsche Krankenversicherung AG und die DJV-Verlags- und Service GmbH sowie Herrn Ullrich Isselbächer.

Begleitend zum Wettbewerb wird eine Wanderausstellung mit den preisgekrönten Fotos und weiteren herausragenden Bildern gezeigt. Sie ist vom 30.11.2012 bis 14.12.2012 im Hessischen Landtag in Wiesbaden zu sehen. (red) +++







 


DJV kritisiert Entlassungen beim Berliner Verlag
"Managementfehler bei DuMont Schauberg reißen nicht ab"

 

Berlin, 29.11.2012   Der Deutsche Journalisten-Verband hat die am heutigen Donnerstag bekannt gegebenen Entlassungspläne beim Berliner Verlag kritisiert. „Es ist nicht hinnehmbar“, sagte DJV- Bundesvorsitzender Michael Konken, „dass der Verlag M. DuMont Schauberg den offensichtlichen Rückgang des Anzeigenaufkommens durch eine völlig überzogene Entlassungswelle kompensieren will.“ In einer Mitteilung vom heutigen Tage hatte die Geschäftsleitung des Berliner Verlags erklärt, bis Ende 2013 beim Berliner Kurier 13 Redaktionsarbeitsplätze und weitere 46 Stellen bei Berliner Zeitung, Autorengemeinschaft und Mantelproduktion zu streichen. Das solle geschehen, wenn die Frankfurter Rundschau eingestellt werde, hieß es.

„Die Reihe der Managementfehler bei DuMont Schauberg reißt nicht ab“, sagte der DJV-Vorsitzende. „Die Journalistinnen und Journalisten dürfen nicht dafür büßen, dass offenbar erst jetzt das Nachdenken über digitale Zukunftsstrategien beginnt.“ Immer weniger Journalisten in den Redaktionen könnten auf Dauer nicht ohne Auswirkungen auf die Qualität der Berichterstattung und damit auf deren Akzeptanz bei den Lesern bleiben. „Hier soll an der falschen Stelle gespart werden.“ Der DJV- Vorsitzende forderte die Geschäftsleitung auf, gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern nach Lösungen zu suchen, mit denen Entlassungen vermieden werden könnten. +++



 

DJV erklärt „Zeitungssterben“ zum aktuellen Unwort



Berlin, 26.11.2012   Der Deutsche Journalisten-Verband hat sich dagegen gewandt, angesichts der bevorstehenden Einstellung der Financial Times Deutschland und der Insolvenz der Frankfurter Rundschau von einem Zeitungssterben in Deutschland zu sprechen. „Die Ereignisse bei diesen beiden renommierten Zeitungen sind tragisch für die betroffenen Journalistinnen und Journalisten“, sagte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken, „sie sind aber nicht typisch für die Zeitungsbranche insgesamt.“ Unternehmerische Fehlentscheidungen in Einzelfällen dürften nicht bestimmend für das Gesamtbild der Zeitungsbranche werden.

Der DJV-Vorsitzende wies darauf hin, dass die durchschnittliche Rendite der Zeitungsverlage in Deutschland zwischen sechs und acht Prozent liege. „Das ist zwar deutlich weniger als in den Boomzeiten zur Jahrtausendwende, aber immer noch eine gesunde Basis, um künftige Herausforderungen zu meistern.“ Hier komme es vor allem auf tragfähige Konzepte an, die den in manchen Verlagen immer noch so verstandenen Gegensatz von Print und Online zu einer sinnvollen Ergänzung auflösten. „Beim Kampf gegeneinander kann es nur Verlierer geben“, warnte Konken. „Wir brauchen weiterhin qualitativ hochwertigen Journalismus in Print und Online statt kräftezehrender Grabenkämpfe.“

Die Verleger forderte der DJV-Vorsitzende auf, ihre Zukunftsstrategien stärker miteinander und mit den Journalistengewerkschaften abzustimmen. „Bei den Zukunftsfragen sitzen wir in einem Boot. Lösungen können nur im Konsens von Verlegern und Journalisten funktionieren.“ +++




Erfolgreicher Protest: "Darmstädter Echo" bleibt in Tarifbindung

 

DARMSTADT 21.11.2012 . Für die Beschäftigten des Medienhauses Südhessen gibt es eine gute Nachricht: in einer gemeinsamen Erklärung haben die Arbeitgeberseite und der Betriebsrat mitgeteilt, dass das Medienhaus Südhessen auf die geplante Tarifflucht verzichtet. Betroffen von dieser Entscheidung sind die Mitarbeiter der Medienhaus Südhessen GmbH, der Echo Druck und Service GmbH und der Echo Zeitungen GmbH. Und weil die Tarifbindung auch in Zukunft bleibt, brauchen die Mitarbeiter keinen Wechsel in tariflose Betriebe befürchten.

Damit geht eine lange Zeit der Verunsicherung zu Ende. Aber auch öffentlich wurde viel Druck gemacht, um die Chefetage von diesen Planungen abzubringen. Die Gewerkschaften werten den Verzicht auf die Tarifflucht als einen "wichtigen Teilerfolg im Kampf um gerechte Bezahlung im Darmstädter Echo". Allerdings ist für Insider auch klar, dass dieser "Erfolg" kein Grund zum großen Jubel ist. Schließlich gibt es nach wie vor die Ankündigung des Arbeitgebers, neue Mitarbeiter nur noch zu Konditionen "unter Tarif" einzustellen. Doch damit wollen sich die Gewerkschaften nicht abfinden, denn es dürfe in Betrieben keine "Zwei-Klassen-Gesellschaft" geben. Unverändert habe die Forderung nach "gleicher Lohn für gleiche Arbeit" seine Berechtigung. (ma) +++


 

"Frankfurter Rundschau" meldet heute Insolvenz an - massive Umsatzverluste
DJV: "Keine redaktionellen Mitarbeiter kündigen" - Mitarbeiterversammlung

 

Berlin, 13.11.2012. Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) hat die Geschäftsführung des Medienkonzerns M. DuMont Schauberg aufgefordert, auf Kündigungen redaktioneller Mitarbeiter bei der Frankfurter Rundschau weitgehend zu verzichten. Anlass ist die am heutigen Dienstag verkündete Insolvenz der renommierten Zeitung. "Die Journalistinnen und Journalisten der FR brauchen eine berufliche Perspektive", sagte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken in Berlin. Er erwarte, dass der Verlag den Betroffenen adäquate Stellen bei anderen Medien von M. DuMont Schauberg anbiete. Die Freien der Frankfurter Rundschau sollten bei Berliner Zeitung, Kölner Stadtanzeiger und anderen DuMont-Titeln ihre Texte und Fotos verkaufen können.

"Die Insolvenz der Rundschau ist die Folge von jahrzehntelangem Missmanagement", kritisierte der DJV-Vorsitzende. "Das Aus der renommierten Zeitung ist besonders bitter für die Beschäftigten, die über Jahre hinweg mit Einkommensverzicht für den Erhalt ihrer Zeitung gekämpft haben." Sie hätten ein Anrecht darauf, dass sich der Verlag zu seiner Verantwortung für die FR-Journalisten bekenne.

Mit Spannung war am heutigen Nachmittag die angekündigte Mitarbeiterversammlung erwartet worden, wo die Geschäftsleitung zur momentanen Lage Stellung bezog und Fakten auf den Tisch legte. Dabei wurde bekannt, dass seit der Übernahme im Jahre 2004 die Gesellschafter, der Kölner Konzern M. DuMont Schauberg und die SPD-Medienholding ddvg, eine riesige Summe in die FR" investiert haben: 136 Millionen Euro, allein in diesem Jahr seien Verluste von rund 16 Millionen Euro aufgelaufen - damit ist das Defizit weit höher als bisher bestätigt wurde. Eine Finanzspritze der Gesellschafter in Höhe von 25 Millionen Euro zum Jahreswechsek 2011/2012 hätte das Blatt vor dem Ruin gerettet worden, hieß es.

Einer der wichtigsten Gründe für die tiefe Fahrt in die roten Zahlen ist nach offiziellen Angaben der massive Rückgang des Anzeigengeschäftes vor allem in diesem Jahr. Die Finanzmittel hätten bei "normalen Geschäftsverlauf" mindestens bis 2015 gereicht, um die FR über Wasser zu halten. Doch immer geringere Einnahmen (minus 15 Prozent) hätten die Geschäfsleitung heute Vormittag förmlich gezwungen, den Weg zum Amtsgericht Frankfurt/M. anzutreten.

Der vom Amtsgericht eingesetzter "vorläufige" Insolvenzverwalter ist im juristischen Sinne ein "schwacher" Insolvenzverwalter, weil nur er gemeinsam mit der weiterhin "amtierenden" Geschäftsleitung - und umgekehrt - Entscheidungen nach gemeinsamen Beratungen treffen kann. Betroffen von der Insolvenz ist - so hieß es heute bei der Mitarbeiterversammlung - nur die "Kerngesellschaft", nicht aber die Firma (PDF), die journalistische Leiharbeiter beschäftigt und auch weiterhin einsetzen und bezahlen will.

Vieles ist am heutigen Tag über die Zukunft der FR unklar. "Gedrückt" war die Stimmung, denn niemand weiß genau wie es weitergeht. Die Fortzahlung der Löhne sei bis auf Weiteres sicher, wurde erklärt. Der "vorläufige" Insolvenzverwalter hat jetzt drei Monate Zeit, eine "Zukunftslösung" und das heioßt offenbar einen neuen Investor zu finden. Seine Sache ist es auch zu entscheiden, wie viele Stellen wegfallen und ob es eine Weiterführung des Titels als regional ausgerichtete Zeitung geben wird. (ma) +++



IM WORTLAUT - die Mitteilung der FR-Geschäftsleitung: "Fortdauernd hohe Verluste"

"Die Geschäftsführung der Druck- und Verlagshaus Frankfurt am Main GmbH (Frankfurter Rundschau) hat heute beim Amtsgericht Frankfurt a. Main Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter ist Herr Rechtsanwalt Frank Schmitt, Schultze & Braun, bestellt worden. Herr Schmitt ist umgehend nach seiner Bestellung mit seinem Team in die Gespräche vor Ort mit der Geschäftsleitung eingetreten. Derzeit wird die aktuelle Vermögenslage der Gesellschaft eingesehen und geprüft sowie mögliche Sanierungsansätze besprochen.

Im Weiteren wurde die für 15 Uhr anberaumte Mitarbeiterversammlung vorbereitet und zuvor Gespräche mit dem Betriebsrat geführt. Wesentliches Ziel ist derzeit, den Geschäftsbetrieb fortzuführen. Löhne und Gehälter sind bislang nicht rückständig. Die weiteren fälligen Mitarbeiterbezüge sind bis Ende Januar 2013 über das Insolvenzgeld abgesichert.

Grund für den heutigen Insolvenzantrag sind massive Umsatzverluste im Anzeigen- und Druckgeschäft in der ersten Hälfte des laufenden Jahres, die der Geschäftsführung keine Chance für ein Verlassen der Verlustzone gegeben haben. Somit war auch für die Geschäftsleitung keine Perspektive der Fortführung des Unternehmens mehr erkennbar.

Die Hauptgesellschafter M. DuMont Schauberg (MDS) und Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft (ddvg) erklären hierzu:

'Es ist in den vergangenen Jahren mit großem Einsatz sowohl der Geschäftsführung in Frankfurt als auch der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gelungen, ehrgeizige Kostenziele zu erreichen und dabei gleichzeitig die redaktionelle Qualität der Frankfurter Rundschau erheblich zu steigern. Wir müssen heute aber feststellen, dass all diese Anstrengungen angesichts der Umsatzeinbrüche im Anzeigen- und Druckmarkt der vergangenen Jahre und in der ersten Hälfte dieses Jahres nicht ausreichen, um die fortdauernden hohen Verluste zu beseitigen.

Die Hauptgesellschafter haben gemeinschaftlich in den vergangenen acht Jahren einen beachtlichen Millionenbetrag in das Verlagshaus investiert. Und auch die Mitarbeiter der Frankfurter Rundschau haben durch Gehaltsverzicht ihren Beitrag geleistet, um die Zeitung zu retten. Unser Ziel war es, der deutschen Medienlandschaft eine aus unserer Sicht unverzichtbare Stimme zu erhalten. Wir haben nie erwartet, dass unser Engagement in Frankfurt hohe Gewinne zeitigen würde. Eine sich nunmehr abzeichnende dauerhafte Finanzierung hoher Verluste ist aber sowohl für MDS als auch die ddvg nicht länger darstellbar.

Wir haben deshalb in den vergangenen Monaten intensiv untersucht, auf welchem Weg das Unternehmen oder Teile des Unternehmens so umstrukturiert werden können, dass die Verlustzone auf mittlere Sicht verlassen werden kann. Diese Überlegungen haben leider keine überzeugende Perspektive geliefert. Das eingeleitete Insolvenzverfahren bei der Frankfurter Rundschau, fraglos eine der signifikantesten deutschen Tageszeitungen, ist äußerst bitter für die Mitarbeiter, die Leser und die Gesellschafter. Das gilt umso mehr, als vieles auch gelungen ist: Durch das Tabloid-Format wurden jüngere Leser gewonnen. Die App der Frankfurter Rundschau hat nationale und internationale Preise gewonnen und findet eine gute Nachfrage im Markt.

Unser Dank gilt heute den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie dem Management, die dem Verlagshaus in den vergangenen Jahren engagiert die Treue gehalten haben. Bis heute haben die hartnäckigen Recherchen der Frankfurter Rundschau dazu beigetragen, Missstände in Frankfurt, Hessen und darüber hinaus offen zu legen. Die Analysen und Kommentare zu den Themen aus Politik, Kultur und Gesellschaft finden in der Öffentlichkeit nach wie vor große Beachtung. Wir danken den Mitarbeitern auch für ihre große Bereitschaft, in den vergangenen Jahren neue Wege zu gehen und flexibel zu handeln. Nicht zuletzt danken wir aber unseren Lesern für Ihre Treue und die aktive, kritische Begleitung der Zeitung.'"

 

Sofortige Trennung von ECHO-Chefredakteur Jörg RIEBARTSCH (52)
"Unterschiedliche Vorstellungen über die künftige Ausrichtung der Redaktion"

 

DARMSTADT 06.11.2012. Das Medienhaus Südhessen in Darmstadt, in dem unter anderem die ECHO-Zeitungen erscheinen, hat sich mit sofortiger Wirkung von seinem Chefredakteur Jörg Riebartsch (52) getrennt. Riebartsch gehörte dem Unternehmen seit 1990 als Chef vom Dienst an, 2005 wurde er Chefredakteur.

Die ECHO-Redaktion erfuhr von Riebartsch Entlassung am heutigen Dienstag in einer kurzfristig einberufenen Gesamtkonferenz und reagierte bestürzt. Als Grund gab die Geschäftsleitung unterschiedliche Vorstellungen über die künftige Ausrichtung der Redaktion an. Auf Nachfragen in der Gesamtkonferenz verweigerte sie nähere Auskünfte.

Riebartsch soll sich offenbar in den vergangenen Monaten gegen ein seiner Meinung nach überzogenes Sparkonzept für die Redaktion zur Wehr gesetzt haben. Schon 2005 hatte das Medienhaus wegen der Zeitungskrise rund ein Fünftel der ehemals etwa 100 Redakteursstellen abgebaut. Vor allem in den vier Außenredaktionen in Rüsselsheim, Groß-Gerau, Heppenheim und Erbach/Odenwald wird seitdem am personellen Limit gearbeitet.

Riebartschs Aufgabe übernimmt vorübergehend der stellvertretende Chefredakteur Michael Horn (49). Dem Vernehmen nach sollen Headhunter auf der Suche nach einem neuen Chefredakteur sein.

Die Geschäftsleitung des Medienhauses Südhessen sorgte im Sommer für erhebliche Unruhe in der Belegschaft. In einer Mitarbeiterversammlung kündigte Geschäftsführer Carl C. Englisch an, sämtliche 400 Mitarbeiter sollten in mehrere neue, nicht mehr tarifgebundene GmbH`s überführt werden. Zwar wurde den bisherigen Mitarbeitern Bestandsschutz bei ihren Bezügen zugesichert, neue Mitarbeiter sollen jedoch deutlich unter Tarif eingestellt werden. Die Versammlung im Sommer endete mit einem Eklat, nachdem Englisch einige Redakteure, die Einwände vorbrachten, als „gewerkschaftsgesteuerte Dampfplauderer“ bezeichnete und die Belegschaft daraufhin aus Protest die Versammlung verließ. Seit einigen Wochen verhandeln Geschäftsleitung und Betriebsrat wieder und sehen sich laut einer gemeinsamen Mitteilung an die Belegschaft auf einem guten Weg. Verleger Hans-Peter Bach kündigte an, das Zukunftsmodell für das Medienhaus noch einmal zu überdenken. (red) +++


AKTUELL! VG Wort: Konseqenzen aus einem Gerichtsurteil

 

WIESBADEN, 30.10.2012. Ein Urteil des Landgerichtes München gegen die Verwertungsgesellschaft Wort kann möglicherweise für einige Kolleginnen und Kollegen (Wahrnehmungsberechtigte) wichtig sein. Sie hätten noch bis zum 31.12.2012 die Möglichkeit, Ansprüche bzw. Tantiemen des Jahres 2009 geltend zu machen, anderenfalls die Ansprüche verjähren.

 

Nicht betroffen sind die Pressespiegelvergütung, die Sonderausschüttung METIS sowie die Fernseh und Hörfunkvergütung.

 

Betroffene sollten sich zügig, möglichst noch im Monat November, mit der DJV-Geschäftsstelle Wiesbaden in Verbindung setzen. (wf)

 

 

 

Keine Zukunft für "Blitz-Tip" - Letzte Ausgabe am 29. September

 

NEU-ISENBURG, 28.09.2012 . Der "Blitz Tip" erscheint am 29. September 2012 zum letzten Mal; der Geschäftsbetrieb wird zum 30. September 2012 eingestellt. Das teilte Michael Bamberger, Geschäftsführer der Verlag Blitz Tip GmbH & Co. KG mit Sitz in Neu-Isenburg, am 25. September der Belegschaft mit. Wie die Redaktionsleitung in einer Pressemitteilung berichtete, würden bereits im September die Mitarbeiter kein Gehalt mehr erhalten, "sollen aber über den 30. September hinaus noch weiterhin zur Arbeit kommen". Damit waren auch frühere Protestaktionen und Einwände erfolglos.

 

Obwohl die Blitz Tip-Insolvenz seitens der Gesellschafter mit hohen wirtschaftlichen Verlusten aufgrund des äußerst ruinösen Wettbewerbs im Rhein-Main-Gebiet begründet wird, gibt die Frankfurter Rundschau - neben der Verlagsgesellschaft Madsack der zweite Hauptgesellschafter des Verlags Blitz Tip - ab dem 6. Oktober 2012 ein eigenes Anzeigenblatt heraus, heißt es in der Erklärung. „Main Samstag“ ersetze den Blitz Tip, habe die Frankfurter Rundschau in dieser Woche den Anzeigenkunden mitgeteilt und damit werde auch "ein lückenloser Werbeauftritt gewährleistet".

 

„Es ist für uns nicht nachzuvollziehen, dass die Frankfurter Rundschau als Gesellschafter des Blitz Tip in ein Anzeigenblatt „Main Samstag“ investieren kann, während die Mitarbeiter des Verlages Blitz Tip keine Gehälter mehr bekommen und wohl auch noch damit rechnen müssen, dass keine Abfindungen für den Verlust des Arbeitsplatzes gezahlt werden können“, so der Blitz Tip-Betriebsrat in einer schriftlichen Stellungnahme.

 

Verhandlungen über einen Sozialplan und einen Interessenausgleich seien in der Vergangenheit gescheitert, weil die kompromisslose Verhandlungsführung seitens der Geschäftsführung keine Annäherung zugelassen habe, hieß es. „Von Verhandlungen kann eigentlich keine Rede sein. Die Interessen der Geschäftsführung sind darauf fokussiert, die Betriebsstilllegung so billig wie möglich abzuwickeln“, erklärte der Betriebsrat weiter. Man sei auch in keine Überlegungen und Pläne der Geschäftsführung einbezogen worden – auch im Vorfeld nicht. „Wir bedauern die jetzige Situation außerordentlich, aber letztendlich liegt die Verantwortung für diese gesellschaftliche Entwicklung bei der Geschäftsführung“, so der Betriebsratsvorsitzende Thomas Mühlhause.

 

Hier dränge sich die Frage auf, was die Verlagsgesellschaft Madsack und die Frankfurter Rundschau unter einem sozialverträglichen Personalabbau verstünden. Dass die SPD Medienholding ddvg, die sowohl Gesellschafter der Frankfurter Rundschau als auch der Verlagsgesellschaft Madsack ist, zu diesem "unsozialen Verhalten gegenüber den Mitarbeitern des Verlags Blitz Tip nicht Stellung bezieht, ist ebenso fragwürdig".

 

 

DJV bekräftigt JA zur Frauenquote im Journalismus

Berlin, 4.09.2012   Der Deutsche Journalisten-Verband hat sich hinter die Pläne von EU-Justizkommissarin Viviane Reding zur Einführung einer gesetzlich vorgeschriebenen Frauenquote in den Führungsetagen von Unternehmen gestellt. Die stellvertretende DJV-Bundesvorsitzende Ulrike Kaiser begrüßte es, dass die Kommissarin ihrer Ankündigung einer entsprechenden Richtlinie im März nun Taten folgen lasse. Dem Entwurf der Richtlinie zufolge sollen ab 2020 die Aufsichtsräte börsennotierter Unternehmen zu 40 Prozent mit Frauen besetzt sein. „Davon wären in der Medienbranche nur wenige Konzerne betroffen“, räumte Kaiser ein, „aber entscheidend ist die Signalwirkung der Frauenquote. Ihr könnten sich mittelständische Medienunternehmen auf Dauer nicht mehr entziehen.“

Kritik übte die stellvertretende DJV-Vorsitzende an der „Blockadehaltung“ von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder gegenüber der geplanten Richtlinie. Schröder hatte die Frauenquote als absurd bezeichnet. „Die bisherige Politik der Familienministerin hat nicht dazu geführt, den Anteil von Frauen in den Führungsetagen von Verlagen und Sendern zu erhöhen“, sagte Kaiser. „Wer auf das Prinzip Freiwilligkeit in den Chefetagen setzt, schiebt die Probleme auf die lange Bank.“

EU-Kommissarin Viviane Reding war die Hauptrednerin auf der DJV-Tagung FRAU MACHT MEDIEN am 11. März in Köln. Dort hatte sich die ehemalige Journalistin vehement dafür ausgesprochen, den Frauenanteil in Führungspositionen per Gesetz zu erhöhen. (djv) +++


 

Darmstädter Echo und seine Kopfblätter bald ohne Tarifbindung?

WIESBADEN 31.08.2012 Als "tarifpolitische Verantwortungslosigkeit und Missachtung der Belegschaft des Medienhauses Südhessen" bezeichnet der Deutsche Journalistenverband (DJV) Hessen die Pläne der Verlagsgeschäftsführung, sich von allen einschlägigen Tarifverträgen loszusagen. Wie der DJV erfuhr, besteht die konkrete Absicht des Verlages, sämtliche Arbeitsverhältnisse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kürze auf nicht tarifgebundene Unternehmen zu überführen.

„Dies ist nichts anderes als aktive Tarifflucht. Selbst wenn ein Umbau der Unternehmensstruktur notwendig sein sollte, ist dieser Schritt nicht notwendig,“ sagte der Vorsitzende des DJV Hessen Hans Ulrich. Heuser am Freitag in Wiesbaden. Für die Belegschaft, die seit jeher dem Unternehmen und seinen Tageszeitungen loyal gegenüberstehe, bedeute dies eine schallende Ohrfeige, so Heuser weiter. Der DJV sicherte den Kolleginnen und Kollegen jegliche Unterstützung zu, um ihre Rechte zu wahren.

Gleichzeitig forderte der DJV Hessen die Geschäftsführung des Medienhauses Südhessen auf, die Tarifbindung beizubehalten. Nach Auffassung des DJV Hessen wäre es ein "fatales Signal" sowohl in arbeitsmarkt- als auch in tarifpolitscher Hinsicht - über die Grenzen der Zeitungsbranche hinaus. Offenbar sehe der Geschäftsführer des Verlages Dr. Hans Peter Bach - der gleichzeitig auch Präsident der IHK Darmstadt ist - , die Tarifpartnerschaft nur noch als "lästiges Beiwerk" an. +++


 

Presserabatte: „Dafür oder dagegen – ein bisschen schwanger geht nicht“


FULDA. 05.07.2012 Sind Journalisten korrupt, weil sie Presserabatte in Anspruch nehmen? Können hauptberufliche Freie nur überleben dank Journalistenrabatte? Oder ist die „Flut falscher und billiger Presseausweise“ (ebay für 16,99 Euro) Schuld am schlechten Image? Viele Fragen, die am Vorabend des diesjährigen DJV-Verbandstages in Fulda Thema einer intensiven Diskussionsrunde waren. Dabei kristallisierte sich ein Trend heraus: der „echte“ Presseausweis muss wieder Nachweis einer hauptberuflichen Tätigkeit sein und „kein Türöffner“ für Presserabatte. Andere Teilnehmer fanden, dass Rabatte an sich „nicht verwerflich“ seien, wenn sie keine Bereiche der journalistischen Arbeit tangierten.

„Wo ich berichte, kann ich doch nicht gleichzeitig Rabattverhandlungen führen – das ist widerlich“ meinte Wolfgang Kiesel. Wer sich so verhalte und vielleicht doch für die Familie mit dem Presseausweis einen kostenlosen Zoobesuch „ergaunere“, der trage selbst zum Imageverlust der Journalisten bei. Grundsätzlich störten sich in der Diskussion auch viele am Begriff „Presserabatt“, wobei die Erwartungshaltung vieler „Rabattgeber“ bei Journalisten als gute Multiplikatoren groß sei. „Die Auto-Journalisten kaufen doch gar keine eigenen Autos, die fahren doch sowieso nur Testwagen“ warf Wirtschaftsredakteur Wolfgang Kiesel ein. Der Presserabatt sei „imageschädlich“.

„Korrupt sind Freie nicht“ stellte der Frankfurter Hörfunkjournalist Knut Zilian fest. Andere ergänzten, dass persönlich verhandelte Rabatte oftmals höher seien als die offiziell eingeräumten „Presserabatte“. Man könne doch nicht auf Journalisten schimpfen, denn andere Berufsgruppen wie etwa Beamte erhielten doch auch Rabatte – vom Autokauf, bei Versicherungen und vielen anderen Dingen.

Für das Mitglied im hessischen DJV-Landesvorstand Harro Menzel ist es notwendig, die großzügige und freizügige Ausstellung „falscher“ Presseausweise zu stoppen. Aussteller solcher Papiere würden ganz offen damit werben, dass mit dem „Presseausweis“ billigere Reisen, Autos und Einkäufe möglich seien. Als „perfide“ wurde die Tatsache bezeichnet, dass der so genannte „Deutsche Fachjournalistenverband / DFJV“ offenbar eine AG sei, der sein Geld vermutlich mit dem Ausstellen solcher Ausweise mache.

„Viele Firmen akzeptieren auch nicht mehr alle Presseausweise, sie sind vorsichtig geworden“ berichtete Nora Jakob, Journalistin und Mitherausgeberin des Internet-Portals pressekonditionen.de . Das gehe teilweise soweit, dass bei hochkarätigen Terminen „Personalausweis und Führungszeugnis wichtiger sind als der Presseausweis“, weil letzterer doch ohnehin „nur zum Einkaufen da sei“. Für Bernd Lammel vom DJV Berlin ist die Koppelung von Presserabatt und Presseausweis ein „Anachronismus“.

„Wir jammern nur, führen aber keine wirkliche Debatte im Verband“ merkte der stv. Thüringer Landesvorsitzende Wolfgang Marr an. Gefordert wurde, die Mitgliedschaft im DJV „attraktiver zu machen“, denn die scheinbar „geldwerten Vorteil“ dienten nicht dem Journalismus. Der „richtigen Weg sei das“ unterstrich auch der Bayerische DJV-Vorsitzende Dr. Wolfgang Stöckel und berichtete von Situationen, wo der Hausausweis einer Zeitung oder Rundfunkanstalt inzwischen „wertvoller“ sei. Harro Menzel regte an, die Veranstalter stärker zu sensibilisieren, was denn die „richtigen Presseausweise“ seien.

Am Ende der Diskussion gab es einen Vorschlag, doch der DJV-Tochter „V & S“ mehr den Rücken zu stärken und diese als eine Art „Einkaufsgenossenschaft mit Gruppenrabatt“ zu nutzen, dann würde der „Presserabatt entvidualisiert“. Klar war aber auch, dass viele Freie – so die Bemerkung eines bayrischen Vertreters – „schweinisch schlecht bezahlt werden“ und dies hier auch ein bisschen eine Art „Stellvertreter-Diskussion“ sei. Und wie meinte Knut Zilian zum Schluss: „Man muss dafür oder dagegen sein – ein bisschen schwanger geht ja auch nicht“ (Martin Angelstein) +++




 

DJV-Verbandstag: "Unruhige Zeiten" in der Zukunft - Kampf um die journalistische Kompetenz - Hessen soll Landespressegesetz reformieren


FULDA 02.07.2012 Der Journalismus der Gegenwart macht derzeit einen „tief greifenden Wandel“ durch und steht vor vielfältigen Herausforderungen. Darauf hat der Landesvorsitzende des DJV Hessen, Hans-Ulrich Heuser, am vergangenen Samstag auf dem 64. Verbandstag in Fulda hingewiesen. Es gehe nicht nur um künftige Tarifpolitik, Pressefreiheit und eine wachsende Konzentration im Zeitungsmarkt, mahnte Heuser vor den 60 Delegierten als Vertreter von rund 2.800 hauptberuflichen Journalisten in Hessen. „Großes Engagement und Wachsamkeit“ forderten Problemfelder wie Digitalisierung, Urheberrecht, Leistungsschutzrecht und Personalabbau. Hinzu komme die sinkende Bereitschaft der Konzerne, die redaktionelle Vielfalt im eigenen Hause zu erhalten. „Journalisten brauchen ausreichend Spielraum, damit die Berichterstattung nicht den Geschäftemachern überlassen bleibt“.

Als „trauriges Kapitel“ und „Mosaikstein im hessischen Medien-Puzzle“ bezeichnete Heuser die Zukunft der Frankfurter Rundschau, deren Mitarbeiter seit Jahren auf Millionensummen zur scheinbaren Rettung der renommierten Tageszeitung verzichteten. Der DJV forderte die FR-Geschäftsleitung auf, den zunächst verheißungsvoll begonnenen Weg weiter zu beschreiten „und jetzt nicht leichtfertig auszusteigen“. Der Journalistenverband werde alle Bemühungen unterstützen, die zum Erhalt der Arbeitsplätze beitragen würden.

Nach Meinung des DJV Hessen stehen dem Journalismus „unruhige Zeiten“ bevor. Noch nie sei der Druck so groß und so gegensätzlich gewesen, denn einerseits werde der Berufe immer mehr abgewertet, während er andererseits in der digitalen Medienwelt immer verantwortungsvoller werde. Es bestehe „dringender Handlungsbedarf“, weil der Qualitäts- und Wertejournalismus die Glaubwürdigkeit der Medien stärke und damit zu unverzichtbaren Eckpfeiler der journalistischen Arbeit und für den Bestand der Demokratie würden. Medienethik und –kompetenz müssten wieder deutlicher zur Grundlage des unternehmerischen und gesellschaftlichen Handelns werden.

An die Adresse der Landesregierung in Wiesbaden appellierte der hessische DJV-Vorsitzende Heuser, endlich die Reform des Landespressegesetzes anzugehen. Er forderte dabei vor allem eine Verankerung der inneren Pressefreiheit durch die verpflichtende Einführung von Redaktionsstatuten. „Medienpolitik rangiert in der Hitliste der hessischen Landesregierung immer noch viel zu weit unten“ sagte Heuser.

Zu Beginn des Verbandstages hatte Fuldas Oberbürgermeister Gerhard Möller (CDU) in seinem Grußwort auf die "verändernde Medienlandschaft" hingewiesen. Die zunehmende Zahl der online-Dienste sei "eine neue Herausforderung". Dies gebe auch die Chance, über die Vielfalt und eine durchdringende Verbreitung mehr Kommunalpolitik zu transportieren. "Die kOmmunalpolitik kann da nur gewinnen" so Möller, der sich erfreut darüber zeigte, dass der Verbandstag wieder einmal in der - laut Zuschauerumfrage des hr-Fernsehens - "schönsten Stadt Hessens" tage.

Unter den zahlreichen Abordnungen befreundeter DJV-Landesverbände aus ganz Deutschland weilte auch der DJV-Bundesvorsitzende Michael Konken. Er dankte dem hessischen DJV-Vorsitzenden Heuser für seinen engagierten Einsatz bei vielen Anlässen und Themen rund um den deutschen Journalismus. In diesem Zusammenhang betonte Konken, dass der Wert des Journalismus täglich auf die Bewährungsprobe gestellt werde. Auch die Tariflandschaft sei ständig in Bewegung, weil immer mehrVerlage ihre Geschäfte in tariflose "OT-GmbHs" verlagerten. Konken warf

den Verlegern "Orientierungslosigkeit" vor und lehnte den gegenwärtig bekannten Referentenentwurf für ein Leistungsschutzrecht als "konfus" ab. Mit Blick auf die Tatsache, dass kaum noch junge Menschen eine Zeitung lesen und sich dort informieren würden, forderte Konken, dass die Vermittlung von Medienkompetenz schon in jungen Jahren beginnen müsse.

Auf dem Fuldaer Verbandstag – der nach 17 Jahren erstmals wieder eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge zum Jahresbeginn 2013 beschloss – wurde auch ein Appell an Innenminister, Polizeipräsidien, Rettungsdienste und Feuerwehren verabschiedet. Sie sollen gewährleisten, dass hauptberuflichen Fotografen und Journalisten für eine „objektive und unabhängige Berichterstattung“ der Zugang zu Einsatzstellen gewährt wird. Weiterhin wurde die Verleger aufgefordert, die von Polizei, Feuerwehren und Rettungsdiensten kostenfrei angebotenen Einsatzbilder nur dann zu veröffentlichen, wenn keine Fotos von Pressefotografen vorliegen. (ma) +++




 



 

Ein Vorbild für hessischen Journalismus -
Hans-Joachim ("Fidi") FRIEDRICH im 91. Lebensjahr verstorben



GIESSEN 06.06.2012 - Der weit über die Grenzen Hessens bekannte Journalist Hans-Joachim Friedrich ist - wie erst heute bekannt wurde - bereits am 23. Mai 2012 im 91. Lebensjahr nach langer schwerer Krankheit verstorben. Die Kolleginnen und Kollegen des Ortsverbands Gießen trauern um ihren langjährigen Vorsitzenden. "Fidi" - wie ihn viele nannten - war 24 Jahre (1975 bis 1999) lang Vorsitzender des DJV Ortsverbandes Gießen, arbeitete lange im Erweiterten Landesvorstand Hessen mit und war für mehrere Journalistengenerationen auch ein Vorbild an Gradlinigkeit und Pflichterfüllung. Der Hessische DJV-Landesvorsitzende Hans-Ulrich Heuser würdigte die verdienstvolle Arbeit von Friedrich für den hessischen Journalismus. Er war seit 1961 DJV-Mitglied und wurde im September 1989 auch Ehrenmitglied des DJV Hessen. Von 1992 bis 2005 hatte er als Kassenprüfer einen unabhängigen und kritischen Blick auf die Finanzen des Landesverbands.

Hans-Joachim Friedrich wurde im Juli 1921 in Altgrottkau (Schlesien) geboren. Bereits mit 17 Jahren war er als freier Mitarbeiter für die "Schlesische Landespost" und das "Neisser Tageblatt" tätig. Zum hauptberuflichen Journalismus kam er erst auf Umwegen. Zunächst musste er zehn Jahre im Krieg und in Gefangenschaft verbringen, bis er 1949 nach Alfeld/Leine entlassen wurde. Dort war er in einer Papierfabrik tätig und absolvierte gleichzeitig trotz Tag- und Nachtschicht ein zweijähriges Fernstudium in Journalistik und Schriftstellerei. Zehn Jahre war er danach in den Verwaltungen eines Privatunternehmers und des Versorgungsamtes in Gießen beschäftigt.

Er hatte es mit Menschen, ihren Schicksalen und ihrer Not zu tun und wollte helfen. So kam er zur Zeitung. Erst als freier Mitarbeiter zum Gießener Anzeiger; ab 1961 war er dort als Redakteur und später als Ressortleiter tätig, verantwortlich bis zum Ruhestand 1986 als „Hauptredakteur“ für den Kreis-Anzeiger für Wetterau und Vogelsberg. In der ihm eigenen Art führte er eine Spitze, nie verletzender Feder, dabei immer nah dran am Leser der Lokalzeitung.

Stets war er auch außerhalb des Journalismus für die Menschen da. Gerechtigkeit und soziale Sicherung waren seine Themen, aufbauend auf seine christliche Grundeinstellung, die sich in den regelmäßigen sonntäglichen Gottesdienstbesuchen festigte. Friedrich führte den Orts- und Landesverband im Zentralverband der Sozialversicherten, Rentner und Hinterbliebenen. Er war auch im Bundesvorstand und brachte in der persönlichen Beratung der Mitglieder sein sozialpolitisches Wissen ein. Als Betriebsrat engagierte er sich ebenso wie in der Landsmannschaft der Schlesier. 1998 wurde Hans-Joachim Friedrich für sein Engagement mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. „Fidi“ leistete lange Jahre für den DJV Basisarbeit im besten Wortsinne. Regelmäßig besuchte er in den Jahren seines Ruhestands die Redaktionen der Gießener Tageszeitungen, sprach mit den Kolleginnen und Kollegen, hörte von Problemen und Sorgen, warb Auge in Auge überzeugend junge Leute als neue Mitglieder.

Jahrzehntelang marschierte der kleine Mann mindestens einmal in der Woche zielstrebig quer durch Gießen zum Gießener Anzeiger. Stets korrekt mit Hut, Mantel, Schal und schwarzem Schirm. Hier hatte er eine weitere Aufgabe: Horoskope erstellte der Hobby-Astrologe wöchentlich für die Zeitung, und verschenkte sie auch als besondere Gabe an Freunde und Weggefährten.

Die Besuche in den Redaktionen wurden in den letzten Jahren immer seltener, der Blick in die Sterne blieb schließlich aus und der Mann, der sich immer um andere kümmerte, brauchte selbst Beistand. Im 91.Lebensjahr endete das engagierte Leben. Es bleibt die Erinnerung an einen bodenständigen Lokaljournalisten, durchsetzungsstarken Sozialpolitiker und um Gerechtigkeit kämpfenden Gewerkschafter. (Frank Bugge)

 


Blitz Tip Mitarbeiter demonstrieren
Nach der Einstellung des „Äppler“ sind ein Großteil der Arbeitsplätze gefährdet


FRANKFURT/M. 06.06.2012 - Mit Transparenten, Trillerpfeifen und Megaphonen demonstrierten gestern zirka 50 Mitarbeiter des Verlags Blitz Tip gemeinsam mit Familienmitgliedern und Freunden gegen den geplanten Abbau von mehr als 50 Prozent der Arbeitsplätze im Verlagshaus. Der Verlag Blitz Tip ist einer der ältesten und größten Anzeigenblattverlage Deutschlands.

Vor dem Stammsitz der Frankfurter Rundschau in Frankfurt-Sachsenhausen, einer der beiden Hauptgesellschafter des Verlages, machten sie lautstark auf ihre Situation aufmerksam. Durch die Einstellung der im Blitz Tip Verlag erschienenen Anzeigenzeitung „Äppler“, die am 26. Mai zum letzten Mal herausgegeben wurde, sind ein Großteil der insgesamt 53 Arbeitsplätze gefährdet. Blitz Tip-Gründer Horst Vatter (rechtes Bild, zweiter von rechts), der seine Geschäftsanteile zwar vor einigen Jahren veräußert hat, aber dennoch zur Unterstützung der Mitarbeiter an der Demonstration teilgenommen hat, sprach von klaren Managementfehlern der Hauptgesellschafter, die dazu geführt hätten, dass eines der beiden im Verlag publizierten Objekte eingestellt werden musste.

Gesellschafter der Verlag Blitz Tip GmbH & Co. KG, die im vergangenen Jahr ihr 40-jähriges Bestehen feierte, sind die Druck- und Verlagshaus Frankfurt am Main GmbH (Frankfurter Rundschau), die Verlagsgesellschaft Madsack in Hannover und die Mainzer Verlagsgruppe Rhein Main. Gleichzeitig mit der Einstellung des „Äppler“ am Samstag wurde der Erscheinungstag des Blitz Tip von Mittwoch auf Samstag verlegt. Der neue „Blitz Tip zum Wochenende“ wird wöchentlich im Rhein-Main-Gebiet mit einer Auflage von 732.000 Exemplaren verbreitet . +++

















Personalratswahlen im hr 2012
Satte Stimmengewinne, einen ÖPR-Sitz mehr und Stellvertreter-Posten


FRANKFURT/M. 23.05.2012 - Die Liste „DJV and Friends“ hat bei den jüngsten Personalratswahlen im Örtlichen Personalrat 76 Prozent mehr Stimmen ergattern können, als bei der Wahl vor 4 Jahren. 2008 entfielen 159 Stimmen auf die Liste des DJV, in diesem Jahr 277 Stimmen. Ein weiterer Sitz ging hauchdünn an uns vorüber. Bei der Wahl zum Gesamtpersonalrat konnten wir 344 Stimmen (2008 -> 207 Stimmen) auf uns vereinen. Leider ging hier ein Sitz im Losverfahren an uns vorbei!

Bei der Wahl für die Vertreter des Verwaltungsrats wurden 483 Stimmen für den DJV-Vertreter (Knud Zilian) gezählt. Das ist das beste Ergebnis, welches ein DJV-Vertreter (seit 1996) erreichen konnte. Die Ver.di-Vertreterinnen konnten allerdings nicht geschlagen werden.

Alles in allem ist der Trend für den DJV (and Friends) höchst erfreulich, leider ist es aber doch noch nicht vollständig gelungen, vor allem die freien Mitarbeiter ohne Bestandsschutz, die erstmals wählen durften, umfangreich zu mobilisieren. So hatten doch leider viele nicht auf ein Anschreiben des hr reagiert, welches ihnen die Möglichkeit (bei ausfüllen und rücksenden) gegeben hätte, an den Wahlen teilzunehmen. So standen dann auch viele im Wahllokal und erfuhren dort, dass sie nicht wahlberechtigt sind. Schade, denn wir, aber auch Ver.di und auch der hr-Personalrat hatten in vielen Aktionen die freien Mitarbeiter ohne Bestandsschutz auf diese Verfahrensweise hingewiesen.

Im ÖRP sind wir nun mit 3 Mitgliedern vertreten und stellen einen der beiden stellvertretenden Vorsitzenden (Knud Zilian). Im GPR sind wir ebenfalls, mit drei Mitgliedern am Start. In beiden Räten haben wir jeweils 2 Frauen und einen männlichen Vertreter.

Kassel mit super Ergebnis. Im Studio Kassel des hr konnten 2 der fünf Sitze im örtlichen Personalrat für den DJV gewonnen werden!

Fazit: Nach der Wahl ist vor der Wahl, nun gilt es vor allem das Potential der freien Mitarbeiter ohne Bestandsschutz noch mehr zu mobilisieren, denn immer mehr freie Mitarbeiter machen im hr die Programmarbeit. Wir haben auch jeweils einen „Friend“ in die Räte bekommen, auch hier ist noch Potential. (K.Z.). +++


DJV fordert Reform des Urhebervertragsrechts

Würzburg, 23.04.2012 - Der Deutsche Journalisten-Verband hat den Gesetzgeber aufgefordert, das Urhebervertragsrecht weiter zu entwickeln. Ziel müsse sein, die strukturelle Unterlegenheit der Urheber in Vertragsverhandlungen mit Verwertern zu überwinden und ihren Anspruch auf angemessene Vergütung zu sichern. Die Forderung ist Teil einer DJV-Stellungnahme zum Urheberrecht in der digitalen Gesellschaft, die der Gesamtvorstand des DJV am heutigen Montag in Würzburg einstimmig verabschiedet hat.

In dem Papier unterstreicht Deutschlands größte Journalistenorganisation neben dem Änderungsbedarf im Urheberrecht die Bedeutung der Arbeit der Verwertungsgesellschaften für die Urheber. Um die Rechte der Urheber so umfassend wie möglich wahrzunehmen, seien die Verwertungsgesellschaften unverzichtbar. Alternative Bezahlmodelle urheberrechtlich geschützter Werke wie etwa die so genannte Kulturflatrate werden in der DJV-Stellungnahme hinterfragt. Das Papier betont, dass auf vorhandene Strukturen der Verwertung von Werken nicht verzichtet werden könne. Allein mit einer Kulturflatrate oder vergleichbaren Bezahlsystemen sei keine angemessene Vergütung für die Urheber zu erzielen.

Aus Sicht des DJV müssen die Urheber im Netz in gleichem Maße geschützt werden wie etwa in ihrem Verhältnis zu Verlagen oder Sendern. Die leichtere Nutzbarkeit der Werke im Internet könne keinen schwächeren Urheberschutz rechtfertigen. Auch die des Öfteren geforderte Verkürzung der Schutzfristen sei nicht im Interesse der Urheber.

Die DJV-Stellungnahme zum Urheberrecht ist in der Infothek auf der DJV-Homepage unter http://www.djv.de/Urheberrecht.2874.0.html zu finden. +++



 
     
 

[ Nachrichten-Archiv 2008 / 2009]

 
     
 


ARCHIV 201
2

März

 

30.03.2012

"Wächterpreise der Presse 2012" an Handelsblatt, Rhein-Zeitung und
Barbara Schönherr (Tagesspiegel)

13.03.2012

DJV plädiert für effektiven Urheberschutz

05.03.2012

DJV kämpft für Erstattung der Downloadgebühren

Februar

 

03.02.2012

Selbstbewusstes Plädoyer für mehr Qualitätsjournalismus

02.02.2012

DJV: Einschränkung der Pressefreiheit bei Berichterstattung aus Parlamenten?

Januar

 

09.01.2012

Die besten Pressefotos 2011 jetzt bei der 1822 zu sehen


ARCHIV 201
1

Dezember

 

07.12.2011

Nach BVG-Entscheidung: Telekommunikationsüberwachung erschwert journalistische Arbeit

November

 

25.11.2011

„Bilder mit hohem Symbolcharakter“ – Preisverleihung auf der Wartburg

24.11.2011

PresseFoto Hessen-Thüringen 2011 Thomas Lohnes ist Sieger des Fotowettbewerbs

09.11.2011

DJV-Verbandstag: „Den Wert des Journalismus verteidigen“

Oktober

 

10.10.2011

Sechstes Herbstforum der Initiative Qualität: Qualität im Blick - Medienkritiker und Ombudsleute

September

 

29.09.2011

7. Süddeutscher Journalistentag - Im Zeichen der Zukunftsangst

27.09.2011

Braunschweiger Gericht untersagt AGB für Freie

19.09.2011

Große DJV-Tarifkommission stimmte Zeitungsabschluss einstimmig zu

08.09.2011

87,5 Prozent für die Annahme des Tarifergebnisses -
heute Urabstimmung bei hessischen Tageszeitungen

August

 

29.08.2011

Preis für Pia Schleichert - HNA-Volontärin wird vom Kasseler Presseclub ausgezeichnet

29.08.2011

Ausgezeichnete Bildungsanalysen – Ehrung für Markworts Lebenswerk
Hessischer Journalistenpreis von Sparda-Bank Hessen und DJV zum sechsten Mal vergeben

18.08.2011

Erleichterung! Einigung bei Tarifverhandlungen Tageszeitungen in 10. Runde

16.08.2011

URABSTIMMUNG: 100 % DJV-Zeitungsredakteure für S T R E I K - ab morgen!

03.08.2011

Erfolg bei Tageszeitung-Tarifverhandlungen: Verleger rücken von Maximalforderungen ab

02.08.2011

Warnstreik bei vier Zeitungen in Hessen

Juli

 

21.07.2011

DJV sehr zufrieden mit Verlauf der Urabstimmung

12.07.2011

"Grünes Licht" für Urabstimmung und Arbeitskampfmaßnahmen
Große DJV-Tarifkommission hält an Flächentarifverträgen fest

07.07.2011

DJV-Tarifkommission empfiehlt: Urabstimmung frei geben

05.07.2011

Warnstreik der Redakteurinnen und Redakteure der Frankfurter Neuen Presse

Juni

 

29.06.2011

7. Runde Tarifverhandlungen Tageszeitungsredakteure: Wo geht’s hin?

29.06.2011

Erneuter Warnstreik im Medienhaus Südhessen - Solidaritätsadresse vom OB

28.06.2011

150 Redakteure beteiligten sich in Hessen an neuen Warnstreiks

20.06.2011

Große DJV-Tarifkommission weiter für Flächentarifverträge

15.06.2011

5. Tarifrunde ohne Ergebnis beendet: Verleger weichen nicht vom Sparkurs ab

11.06.2011

Quo vadis Journalismus? Angst, Dumpinglöhne und Qualitätsverlust

09.06.2011

3.000 Journalisten und Drucker demonstrierten auf Römerberg:
"Wir wollen faire Tarifverträge für gute Arbeit!" - NEU: VIDEOFILME

Mai

 

27.05.2011

Warnstreik: Redakteure und Drucker wehren sich gegen Zumutungen

17.05.2011

Proteste gegen Absenkung der Tarifstandards

13.05.2011

Wieder Warnstreiks in hessischen Zeitungsdruckereien und Redaktionen

11.05.2011

ungjournalistenpreise für DJV-Mitglieder Hannah Cosse und Julia Weigelt Zeitungsverleger: "Haben uns von Krise noch nicht erholt" - Besuch der Stiftsruine

04.05.2011

Zeitungsverleger brechen 4. Runde der Tarifverhandlungen ab

04.05.2011

200 hessische Tageszeitungsredakteure auf der Straße - Warnstreik und Notausgaben

03.05.2011

HEUTE weltweiter "Tag der Pressefreiheit" - Kritik von Journalisten und Verlegern

April

 

12.04.2011

Aktionstag 14. April zum Schutz der Urheber: "Fotografen haben Namen"

12.04.2011

Tarifrunde geht am 04. Mai weiter

05.04.2011

DJV betont den Wert des Journalismus

März

 

31.03.2011

DJV Hessen: "Die FR darf nicht sterben"

25.03.2011

DJV: Gesetzesnovelle verhindert nicht Leiharbeit im Journalismus

18.03.2011

Radio-Urgestein Werner Reinke bei „Redakteur im Verhör“ „Mein Leben ist eine einzige Lachnummer“

15.03.2011

DJV mahnt Gesetzgeber: Tarifautonomie bewahren!

03.03.2011

DJV begrüßt neues Presseportal für freie Journalisten

Februar

 

25.02.2011

DJV kritisiert "Dumping-Honorare" der Nachrichtenagentur dapd

23.02.2011

Eklat bei den Tarifverhandlungen: Zeitungsverleger drückten sich

22.02.2011

DJV: Freie Bildberichterstattung auf Flughäfen und Bahnhöfen

21.02.2011

Tarifrunde Tageszeitungen wird am 23.02. in Köln fortgesetzt

Januar

 

25.01.2011

Ein "Vollblut-Gewerkschafter" und Hörfunk-Reformer - "Fri-Fra" Sackenheim (84 † )

17.01.2011

DJV fordert fünf Prozent beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk

17.01.2011

Zeitungen und Zeitschriften: "Zeichen stehen auf Arbeitskampf"

13.01.2011

Kein Abbau tariflicher Standards in verbessertem Wirtschaftsklima

05.01.2011

DJV startet Filmreihe zum Wert des Journalismus


ARCHIV 2010

Dezember

 

29.12.2010

Gefahr für den Journalismus - Konken ruft zu Zusammenhalt auf

23.12.2010

DJV gegen neue Vorratsdatenspeicherung

17.12.2010

DJV: Trotz BGH-Urteil ist Foto-Streit über Schlösser noch nicht endgültig entschieden

08.12.2010

DJV: Massive Kürzungen der Einkommen sind indiskutabel

03.12.2010

Hessischer Rundfunk lässt Tarifverhandlungen für ständige freie Mitarbeiter scheitern.

November

 

25.11.2010

„Bilder, die berühren“ von „Chronisten des Zeitgeschehens“
Anerkennungen im länderübergreifenden Wettbewerb „PresseFoto Hessen-Thüringen 2010“

23.11.2010

DJV stellt klar: Pressefreiheit steht wegen Terror-Gefahr nicht zur Disposition

18.11.2010

Abschied von einer großartigen Journalistin und Frau:
zum Tod von Gabriele Weigand-Angelstein (57) in Fulda

16.11.2010

DJV kritisiert Tarifflucht aus laufenden Verhandlungen

10.11.2010

Unsere Arbeit ist mehr wert“ – Demo zum Ende des Verbandstages

10.11.2010

"Die Verleger lassen uns hängen" - Flashmob während Verbandstag

09.11.2010

DJV-Verbandstag und Konken-Kritik: "Verlage setzen Zukunft aufs Spiel"

09.11.2010

Streikausfallgeld für die Kolleginnen und Kollegen der Frankfurter Societät

Oktober

 

26.10.2010

DJV weist Verlegerforderungen als "unkonkret" zurück

26.10.2010

"Der Kampf hat sich gelohnt!" - Tarifbindung bei FSD bleibt auch nach Aufspaltung

22.10.2010

DJV: Landespolitiker müssen Staatsferne beachten

20.10.2010

Warnstreik bei FSD: Redakteure gegen Zerschlagung und für den Tageszeitungstarif - auch DJV kritisiert

13.10.2010

Weg frei für das Pressefreiheitsgesetz

September

 

14.09.2010

1. Tarifrunde Tageszeitungen: Verleger fordern Verzicht und "Billigtarif für journalistische Berufseinsteiger"

03.09.2010

Tarifbindung für Verleger nur noch "unnötiger Ballast"? - Kritik an FSD

August

 

17.08.2010

Hessischer Journalistenpreis 2010 an Alex Westhoff verliehen
Börsenexperte Frank Lehmann bekam „Ehrenpreis für bisheriges Lebenswerk“

05.08.2010

Ehrenbrief des Landes Hessen für DJV-Landesvorsitzenden Hans Ulrich Heuser

Juli

 

15.07.2010

Deutscher Journalistenverband Hessen zertifiziert studien- und berufsbegleitende Radioausbildung in der Hörfunkschule Frankfurt

12.07.2010

Claudia-Hohmann-Preis für Lokaljournalismus

Juni

 

30.06.2010

DJV lädt zur Fachtagung "Prosa trifft Pixel" ein

24.06.2010

DJV kündigt Gehaltstarifvertrag für Zeitungsredakteure

19.06.2010

Scharfe DJV-Kritik am Sozialabbau in den Verlagshäusern

17.06.2010

"Leistungsgerechtigkeit für Urheber tut Not"

16.06.2010

DJV fordert Job-Sicherheit von künftigen N24-Eigentümern

Mai

 

27.05.2010

DJV warnt vor Hobby-Gerichtsreportern

25.05.2010

DJV gegen Rundfunkfinanzierung nach Zuschauerquote

20.05.2010

Druck zur Durchsetzung der Vergütungsregeln für Freie

10.05.2010

12.000 Euro Preisgeld für Beiträge über das „Kulturland Hessen“

05.05.2010

DJV mahnt zu sachlicherer Krisenberichterstattung

April

 

29.04.2010

DJV: Bei Gesetze zu Google Street-View die Rechte von Bildjournalisten bewahren

27.04.2010

DJV kündigt Gehaltstarifvertrag für Zeitschriftenredakteure

23.04.2010

17 % aller Bilder in hessischen Zeitungen ohne Urheber - heute DJV-Aktion "Fotografen haben Namen"

20.04.2010

DJV gegen neue Vorratsdatenspeicherung

15.04.2010

Tarifrunde Zeitschriften: DJV bleibt bei Nein zum Tarifabbau

06.04.2010

DJV begrüßt Gesetzesvorhaben für stärkeren Schutz der Pressefreiheit

März

 

26.03.2010

Erfolg für die Freien: Gericht kippt Springer-AGB

22.03.2010

DJV nennt Regensburger Medienschelte "skandalös"

02.03.2010

Urteil BVG: Vorratsdatenspeicherungs-Gesetz ist "verfassungswidrig"
DJV: "Schallende Ohrfeige für Gesetzgeber und Sieg für Informantenschutz"

Februar

 

10.02.2010

"Ein Sieg für die Pressefreiheit" DJV begrüßt BGH-Urteil zu Sedlmayr-Mördern

Januar

 

29.01.2010

DJV appelliert an DuMont, keine Reporterfirma zu gründen

20.01.2010

DJV begrüßt Abkehr der Main-Post von Leiharbeit

18.01.2010

DJV-Gesamtvorstand stimmt Vergütungsregeln für Freie zu

12.01.2010

DJV zur Leiharbeit: nicht nur Schlecker, auch Verlage überprüfen!

05.01.2010

Nach 6 Jahren Verhandlungen: Gemeinsame Vergütungsregeln für Zeitungs-Freie vereinbart


ARCHIV 2009

Dezember

 

23.12.2009

"Ein Vorbild als Journalist" - Trauer um Rainer Dinges

17.12.2009

Zeitungen: Bald faire Freien-Honorare?

November

 

28.11.2009

DJV-Landesverbände kritisiert neuerlichen "Doppelschlag" gegen unabhängigen Journalismus

27.11.2009

DJV verurteilt Abberufung von TA-Chef Sergej Lochthofen Hessen erklärt sich mit Thüringen solidarisch

24.11.2009

DJV: Brender-Absetzung wäre katastrophal für Rundfunk- und Pressefreiheit

23.11.2009

DJV-Protest: BILD geht Regional-Redaktionen an den Kragen

23.11.2009

Zeitschriftenverleger zu keiner Einigung bereit DJV rät: keine individuellen Regelungen unterzeichnen

21.11.2009

Onliner sehen Krise als Chance des Journalismus Erfolgreicher 5. Fachkongress mit 300 Teilnehmern

18.11.2009

Rammstein-Vertrag diskriminiert Bildjournalisten DJV fordert Änderung von Landespressegesetzen

12.11.2009

Tarifabschluss beim privaten Rundfunk zum 01.12.2009

12.10.2009

„Ethisch verantwortlicher Journalismus ist unveränderbar“ Feier 60 Jahre DJV - Neumann betont Qualitätsjournalismus

10.11.2009

DJV-Verbandstag: „Berliner Erklärung“ zur Medienkrise – Volker Hummel (Frankfurt) neues DJV-Ehrenmitglied

Oktober

 

28.10.2009

DJV fordert zukunftsgerechte Rundfunkfinanzierung

23.10.2009

Auch beim DJV Hessen wird jetzt "gezwitschert"

23.10.2009

"Außergewöhnlicher Journalist und Förderer der Kultur" - Helmut Blome tot

23.10.2009

"Darmstädter Echo" und Lokalausgaben nur als reduzierte "Streikausgaben"

16.10.2009

"Zum Wohle des Journalismus und der Agrarwirtschaft" - Hans Heinrich Matthiesen mit Bundesverdienstkreuz geehrt

16.10.2009

DJV: Informantenschutz darf nicht Verhandlungsmasse werden!

02.10.2009

"Berichterstattung verweigern" - DJV kritisiert Bedingungen für Fotografen bei Tom-Jones-Tour

September

 

18.09.2009

Zeitschriften-Tarifvertrag: DJV kritisiert Frontalangriff der Verleger

03.09.2009

"Gewerkschafter aus Leidenschaft" DJV trauert um Uli Remmel (54)

August

 

31.08.2009

DJV mahnt fairen Umgang bei Autorisierung von Interviews an

28.08.2009

Dreistufentest: DJV gegen Eingriff in journalistische Freiheit

21.08.2009

DJV sieht keine Stimmungsmache der Medien im Wahlkampf

13.08.2009

DJV kritisiert eingeschränkte Berichterstattung bei HRE

Juli

 

16.07.2009

DJV fordert konzertierte Aktion gegenüber Google

16.07.2009

Medienhaus Südhessen schließt fast alle Kundencenter - DJV sieht Entwicklung "mit großer Sorge"

07.07.2009

Hessischer Journalistenpreis 2009: Georg Löwisch (taz) siegt mit Schäfer-Gümbel-Porträt

05.07.2009

"Zunehmender Einheitsbrei" - Kritik an Arbeitsbedingungen für Journalisten
62. Landesverbandstag in Hanau mit Bestandsaufnahme, Ehrungen und Wahlen - 3 VIDEOS

01.07.2009

Preisträger im "würdigem Ambiente" der Thüringer Landesvertretung

Juni

 

29.06.2009

DJV kritisiert Kündigung des Manteltarifvertrags Zeitschriften

16.06.2009

CDU/SPD-Koalition lässt Freie beim Krankengeld im Stich

09.06.2009

Krankengeld für Freie: DJV schreibt an Fraktionen

03.06.2009

DJV fordert von Länderchefs "Nein" zur TV-Schleichwerbung

Mai

 

18.05.2009

DJV gegen Unterschiede bei Arbeitslosenversicherung

16.05.2009

Eine "kreative Unruhe" erzeugen - erfolgreicher 4. Süddeutscher Journalistentag

11.05.2009

DJV: Schließung der FR-Redaktion in Darmstadt wieder Verlust eines Stückes "publizistischer Meinungsvielfalt"

06.05.2009

DJV kritisiert Beschluss zum dpa-Umzug nach Berlin

04.05.2009

Hessischer Jungjournalistenpreis für DJV-Mitglied Carolin Muck (Gießener Anzeiger)

April

 

30.04.2009

DJV ruft Parteien auf, Leiharbeit zu beschränken

28.04.2009

Marco Travaglio mit DJV-Preis der Pressefreiheit ausgezeichnet

07.04.2009

DJV-Hauptgeschäftsführer Hubert Engeroff verabschiedet - Döring Nachfolger

06.04.2009

DJV für Beschäftigungssicherung bei Zeitschriften in Not

03.04.2009

DJV lobt hohe Beteiligung an MDR-Warnstreiks

02.04.2009

DJV warnt vor Anmeldung zum NPD-Bundesparteitag

März

 

31.03.2009

DJV mahnt Verleger: Nicht auf dpa verzichten!

27.03.2009

Praktika-Offensive sieht sich nach Podiumsdiskussion in ihren Zielen bestätigt
Auch Politiker von SPD und Grünen sehen Verbesserungsbedarf

24.03.2009

DJV appelliert an Verleger: Nicht an den Freien sparen!

10.03.2009

DJV gegen Kurzarbeit bei Springer-Tochter

10.03.2009

G+J-Redakteure streiken für faire Abfindungen

03.03.2009

Neuer DJV-Hauptgeschäftsführer Kajo DÖHRING löst Hubert ENGEROFF ab

03.03.2009

DJV fordert neue Struktur des ZDF-Verwaltungsrats

Februar

 

24.02.2009

DJV-Preis der Pressefreiheit geht an Marco Travaglio

18.02.2009

NRW: "Konzeptloser WAZ-Kahlschlag" und Streikaufruf für Kölner G+J-Redakteure

10.02.2009

DJV: Bahn muss Karten auf den Tisch legen

05.02.2009

DJV erwartet von Madsack den Erhalt von Jobs und Qualität

02.02.2009

DJV: G+J-Redakteure lassen sich nicht abfrühstücken

Januar

 

13.01.2009

Mecom-Verkauf: DJV erwartet sichere Jobs und Investitionen

02.01.2009

Offene Bürgerplattform oder journalistische Sparversion? - Die GIEßENER ZEITUNG


ARCHIV 200
8

Dezember

 

29.12.2008

DJV trauert um langjährigen Justitiar Dr. Alfred Gerschel

05.12.2008

Ein Leben im Dienste des deutschen Journalismus

November

 

26.11.2008

DJV-Gesamtvorstand stimmt einstimmig jüngsten Tarifabschlüssen zu

12.11.2008

Neuer Gehaltstarifvertrag für Zeitschriftenredakteure

10.11.2008

Gehaltsabschluss Zeitungen: Im Volumen 4,6 Prozent mehr

10.11.2008

DJV-Warnstreik heute beim "Darmstädter Echo"

05.11.2008

DJV-Verbandstag beendet - Konken: "Mit Zuversicht voran"

Oktober

 

27.10.2008

Hessen warben auf Römerberg für DJV-Tarifziele - Bundesweit heute Warnstreiks und Kundgebungen

18.10.2008

DJV-Tagung Besser Online 2008: Alltag ist bereits crossmedial

11.10.2008

Schärfen, aufhellen, ausschneiden - ...mit Workshop Digitale Bildbearbeitung "den Nagel auf den Kopf getroffen"

September

 

29.09.2008

Hessischer Journalistenpreis 2008 entschieden: Jörg Stephan Carl (HNA) bekommt den 1. Preis

29.09.2008

Tarifrunde Zeitungen: Zwei-Prozent- Verlegerangebot "inakzeptabel"

27.09.2008

Treffen deutschsprachiger Journalisten: Sieben Wahrheiten binnen zweier Tage

18.09.2008

Botschaften muss man sehen können

16.09.2008

11. Konferenz der Freien in Fulda - Kompetenz plus Organisation plus Strukturierung des Einkommens

12.09.2008

DJV erfolgreich: Front für KSK-Abschaffung bröckelt

09.09.2008

"Politischer Unfug" - Widerstand und Protest gegen KSK-Abschaffung

05.09.2008

Verleger bald „Verbindung ohne Bedeutung“? Neue OT-Mitglieder

04.09.2008

2. Runde Zeitungsverhandlungen ohne Ergebnis auf 29.09. vertagt

02.09.2008

Tarifabschluss für den Privaten Rundfunk

August

 

28.08.2008

DJV begrüßt besseren Schutz des geistigen Eigentums

27.08.2008

Zweite Tarifrunde Zeitschriften startet am Freitag

Juli

 

23.07.2008

Erste Tarifrunde Tageszeitungen startet am Freitag in Düsseldorf

23.07.2008

„Hoher Stellenwert fotojournalistischer Arbeit“ Ausstellung „Presse Foto Hessen-Thüringen 2007“ jetzt in Berlin zu sehen

14.07.2008

DJV-Homepage bietet mehr Service und neue Menüführung

10.07.2008

"Tourismus in Hessen" - Sparda-Bank lobt Hessischen Journalistenpreis 2008 aus

10.07.2008

DJV Hessen begrüßt "Augsburger Signal" und fordert: "Sozialen Unfrieden beenden und zur Tariftreue zurückkehren"

02.07.2008

DJV warnt vor Fotografenvertrag bei Konzerten von Loreena McKennitt

Juni

 

30.06.2008

Tarifverhandlung mit "TPR" blieb ohne Ergebnis

29.06.2008

Preußenstiftung will Fotografie verstaatlichen - Ende der Panoramafreiheit in Berlin-Brandburg?

23.06.2008

DJV will Verbesserungen beim Manteltarifvertrag

17.06.2008

DJV will "zügige Verhandlungen" bei Print-Tarifverträgen

16.06.2008

Einmütiger hessischer Verbandstag - Rote Karte für Verleger!

15.06.2008

DJV Hessen: Kritik an Springer-Presse: „Hetz-Versuche“ einstellen

15.06.2008

Journalisten fordern Begrenzung der Leiharbeitsdauer

11.06.2008

DJV fordert "freie Entfaltung für Öffentlich-Rechtliche im Netz"

06.06.2008

DJV begrüßt Abkehr vom Parlamentsfernsehen

04.06.2008

DJV bekräftigt Nein zur Online-Durchsuchung

Mai

 

26.05.2008

DJV fordert von ALLIANZ-Konzern "Achtung der Gewerkschaftsrechte"

24.05.2008

DJV: Telekom-Affäre ist "Angriff auf die Pressefreiheit"

13.05.2008

"Schlechte Ausbildung" größte Gefahr für Journalismus
DJV fordert Verlage zum Umsteuern auf - Umfrage von "news aktuell"

April

 

30.04.2008

DJV zum 1. Mai: Pressefreiheit fängt in den Redaktionen an

17.04.2008

DJV-Hessen protestiert : "Gegen die Zerschlagung der Frankfurter Rundschau"

07.04.2008

3. Süddeutscher Journalistentag mit 520 Teilnehmern "herausragender Erfolg"

03.04.2008

DJV rät: Keine Videobilder für natochannel.tv - "Propaganda in Reinform"

März

 

19.03.2008

Etappensieg für den Informantenschutz - Medienverbände und -unternehmen begrüßen Beschluss des Bundesverfassungsgerichts zur Vorratsdatenspeicherung

07.03.2008

Rundfunkgebühr: DJV begrüßt Ja der Ministerpräsidenten

Februar

 

12.02.2008

DJV gegen weitere Ausnahme von der Rundfunkgebühr

07.02.2008

DJV: keine Todesstrafe gegen iranischen Journalisten

01.02.2008

DJV startet Umfrage unter freien Journalisten

Januar

 

30.01.2008

DJV begrüßt Entscheidung des Bundesverfasssungsgerichtes zur Prozessberichterstattung durch Foto- und Filmteams

22.01.2008

Wenn Möchtegern-Journalisten den Profis gleichgestellt werden...

10.01.2008

Mehr Investitionen in Onlinejournalismus nötig

09.01.2008

Journalistische Blogs brauchen Qualitätsstandards - Diskussion morgen LIVE im Internet


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